Morgen jährt sich die Eröffnung des Gürzenich nach der letzten Generalsanierung bereits zum 20. Mal.

Die historische Substanz des Gebäudes ist an vielen Stellen sichtbar.
Die historische Substanz des Gebäudes ist an vielen Stellen sichtbar.

Die historische Substanz des Gebäudes ist an vielen Stellen sichtbar.

Die historische Substanz des Gebäudes ist an vielen Stellen sichtbar.

Der Gürzenich hat als Festhaus einen festen Platz in der Stadt. Das liegt auch an den großen Räumen, die sich für die unterschiedlichsten Veranstaltungen eignen.

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Die historische Substanz des Gebäudes ist an vielen Stellen sichtbar.

Köln. Der historische Gürzenich ist eines der ältesten und repräsentativsten Veranstaltungszentren Deutschlands im Herzen Kölns. Die Tradition des Gürzenich reicht bis ins 15. Jahrhundert zurück und die Ausgestaltung seiner Innenräume wurde in der mittlerweile 570-jährigen Baugeschichte mehrfach dem Zeitgeschmack und immer neuen Bedürfnissen angepasst.

Schon der erste Karnevalsball wurde 1824 hier ausgerichtet

Errichtet wurde der Gürzenich zwischen 1441 bis 1447. Er diente als städtisches Kaufhaus und wurde für Festivitäten von Kaisern und Bürgern genutzt. Im 19. Jahrhundert avancierte das Gebäude zur wichtigsten und beliebtesten Veranstaltungsadresse Kölns. Der erste Karnevalsball wurde bereits 1824 im Gürzenich veranstaltet. Aus Platzmangel wurde er von 1853 bis 1855 erstmals erneuert und um den neogotischen Anbau mit Treppenhaus und dem Isabellensaal erweitert. Ab 1857 veranstaltete die Cölner Concert-Gesellschaft im Gürzenich die Konzertreihen des Gürzenich-Orchesters.

Als das Gebäude 1943 von Bomben stark beschädigt wurde, blieben nur die Umfassungsmauern erhalten. Nach sechsjähriger Bauzeit wurde der Gürzenich im Oktober 1955 feierlich wiedereröffnet. Als das Gürzenich-Orchester 1986 in die neu eröffnete Philharmonie zog, wurde ein weiterer Umbau notwendig. Nun mussten neue Nutzungsschwerpunkte gefunden werden.

So übernahm die in 1994 eigens dafür gegründete KölnKongress GmbH den Betrieb des Veranstaltungshauses. Kurz darauf folgte unter weitgehender Wahrung und konservatorischer Behandlung der denkmalgeschützten Bausubstanz von 1996 bis 1997 die Restaurierung, Modernisierung und Erweiterung unter der bauplanerischen Leitung des Kölner Architekten Kaspar Kraemer.

Am 17. September 1997 eröffnete Köln-Kongress schließlich das moderne und attraktive Veranstaltungszentrum: historische Architekturstile verbinden sich mit modernster Veranstaltungstechnik und Veranstaltungskultur. Kontinuierlich hält Köln-Kongress die Technik auf dem neuesten Stand, um Veranstaltern und Gästen optimale Veranstaltungsbedingungen zu bieten. So wurden im Zuge der Modernisierung zuletzt in 2016/17 die Beschallungsanlagen erneuert und ein elektronisches Besucherleitsystem installiert. Zudem legt Köln-Kongress großen Wert darauf, die historische Substanz des denkmalgeschützten Gebäudes durch fortlaufende fachgerechte Instandhaltungs- und Renovierungsarbeiten zu erhalten.

Seit 1997 besuchten 3,4 Millionen Besucher mehr als 4800 Veranstaltungen im Gürzenich, die sich in Kongresse, Festakte, Gesellschaftsveranstaltungen, Ausstellungen und Börsen sowie Konzerte und Kulturveranstaltungen aufteilen. Den Höhepunkt in der Veranstaltungsgeschichte bildeten sicher die G7/G8-Gipfeltage im Juni 1999, zu denen der Gürzenich insgesamt acht Tage lang Zentrum des internationalen Geschehens war. Nach wie vor hat das Haus nichts von seiner langjährigen Tradition als Festhaus für und von Kölner Bürgern eingebüßt. Er war und ist immer noch die „gute Stube“ Kölns.

Veranstalter und Gäste schätzen die optimalen Bedingungen des Gürzenich: sechs Räume mit unterschiedlicher Größe, ein großes Plenum, mehrere Konferenzräume und großzügige Foyers für begleitende Ausstellungen mit einer Ausstellungsfläche von 2500 Quadratmetern bieten einen idealen Rahmen für unterschiedlichste Veranstaltungen. Nicht zuletzt ist auch die Lage im Herzen Kölns ein Vorteil für die Location Gürzenich. „Das Haus hat mit seiner 570-jährigen Geschichte als Festhaus von und für die Kölner einen festen Platz in der Historie der Stadt“, sagt Bernd Petelkau, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Köln-Kongress GmbH.

Gastronomiewechsel nach 60 Jahren

Im September 2016 gründete sich zudem die Tochtergesellschaft Köln-Kongress Gastronomie GmbH, die den gastronomischen Betrieb vom bisherigen Betreiber Jochen Blatzheim übernahm. Nach 60 erfolgreichen Jahren mit der Gürzenich Gastronomie- und Party-Service GmbH beendete er zum 31. März seine Tätigkeit im Gürzenich.

Seit dem 1. April ist die Köln-Kongress Gastronomie GmbH nun exklusiver Partner im Gürzenich und zuständig für alle kulinarischen Belange für Veranstalter und Gäste. Geschäftsführer Bernhard Conin und Geschäftsbereichsleiter Stephan Förster schauen auf erfolgreiche und aufregende fünf Monate zurück. „Es war ein unkomplizierter Übergang, was sicher auch daran lag, dass alle erfahrenen Mitarbeiter übernommen werden konnten. Wir freuen uns über diese Kontinuität, aber auch über Innovationen, die in das Traditionshaus Einzug halten“, sagt Bernhard Conin. Das neue Gastronomiekonzept folgt dem Gürzenich-Motto „Tradition trifft Moderne“ und basiert auf regionalen und saisonalen Produkten.

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