Arbeiter haben in Gerresheim Löcher, in denen die grünen Vögel nisten, mit Bauschaum verschlossen. Der Vorgang weckt Erinnerungen an einen Fall aus dem Jahr 2016.

Handwerker schlossen Löcher mit Bauschaum. Stadt: Keine Tiere in den Nestern.
Ein Halsbandsittich

Ein Halsbandsittich

dpa

Ein Halsbandsittich

Düsseldorf. Gerresheim, früher Morgen: Mit einer Hebebühne nähern sich zwei Handwerker in dem Neubauviertel an der Hallesche Straße einer Hauswand. Ihr Ziel: die rund ein Dutzend Löcher in der Hausfassade, in denen seit rund zwei Jahren Spechte, Spatzen und Halsbandsittiche ihre Nester haben. Schon einmal seien die Löcher verschlossen worden. Nach gut zwei Wochen seien die Vögel jedoch zurückgekehrt und hätten neue Nester gebaut.

Handwerker schlossen Löcher mit Bauschaum. Stadt: Keine Tiere in den Nestern.

(Dutzende Nester wurden von Handwerkern mit Bauschaum verschlossen. (Foto: Lammert)) 

Im Jahr 2016 hatte bereits ein ähnlicher Fall für große Empörung gesorgt. An der Orsoyer Straße in Golzheim hatte die Hausverwaltung sämtliche Nester von Halsbandsittichen zumauern lassen und eine Anzeige kassiert. Das Verfahren wurde dann jedoch wieder eingestellt. Man hätte nicht nachweisen können, dass die Papageienküken, die sich immer noch in den Löchern befunden hatten, durch den Bauschaum beeinträchtigt worden seien.

Die Papagei-Küken überlebten den Vorfall damals wie durch ein Wunder - die Vogeleltern hatten die Schaummasse innerhalb von zwei Tagen verzweifelt wieder aufgepickt. Laut Stadt gebe es keinen Hinweis darauf, dass sich noch Tiere in den Nestern befanden. Es sei sogar schriftlich sowie auf Fotos festgehalten worden, dass die Nester leer waren. PM

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