Die HSG Eller 90 baut auf diese Weise das Interesse für ihre Jugend-Mannschaften auf.

Während in den Osterferien die Sporthallen verwaist sind, und die Schulen zu Oasen der Ruhe werden, zeigt sich in der Großturnhalle der Dieter-Forte-Gesamtschule am Kikweg ein anderes Bild. 28 Mädchen und Jungen im Alter von 8 bis 12 Jahren erhalten unter Anleitung der Trainer der Jugendmannschaften der HSG Eller erste Erfahrungen mit dem Handballsport.

Mit abwechslungsreichen Übungsformen und kleinen Spielchen mit Trink- und Erholungspausen vergeht die Zeit wie im Fluge. Dabei wird viel gelacht. Alle sind mächtig stolz auf ihre einheitlichen Goldi-Trikots, die mit dem eigenen Namen versehen sind – ganz wie bei den Großen. Ermöglicht wurde dies durch das Engagement der Firma Noble Metal Factory. Camp Organisator Alexander Kamper und alle Betreuer sind stolz auf die gezeigte Begeisterung und die beachtlichen Fortschritte.

Kleinere Vereine müssen im Jugendbereich sehr aktiv sein

Doch warum veranstaltet ein Verein ein solches Camp? Viele Vereine verfügen nur noch über wenige oder gar keine Jugend-Teams mehr. Nur zwei Vereine – einer davon ist die HSG Eller 90 – decken alle Jugendmannschaften von der F- bis zur A-Jugend ab. Zudem gibt es in der nächsten Saison in Eller auch noch die Minis, die ebenso wie älteren Jahrgänge ein eigenes Turnier veranstalten. Mit dieser Idee, von ersten spielerischen Grunderfahrungen eine kontinuierliche Aufbauarbeit zu leisten, die dann im Seniorenbereich mündet, beschreitet die HSG den einzig möglichen Weg, Kinder für den Handballsport zu begeistern und langfristig an ihn zu binden.

Dieser Idee, mit intensiver Jugendarbeit den Handballsport zu betreiben, hat sich die HSG Eller 90 als Zusammenschluss der Vereine DJK Jugend Eller 1910 und TSV Eller 04 seit ihrer Gründung vor mehr als 25 Jahren verschrieben. Sie ist die in Düsseldorf am längsten bestehende Spielgemeinschaft.

Es ist das Schicksal kleinerer Vereine, dass sie nicht über den personellen und finanziellen Rückhalt von Großvereinen verfügt. So befindet sich die erste Herrenmannschaft in Eller aufgrund von Spielerabmeldungen im Umbruch. Viele Spieler, die ihre ersten Erfahrungen in der Jugend gemacht haben, kehren zu ihrem „alten“ Club zurück. Ein Aspekt, der die engagierte und intensive Jugendarbeit belohnt.

Obwohl nicht alle Mädchen und Jungen den Weg in die Mannschaften finden werden, so bleibt sicher für viele aber die Erinnerung an ein erlebnisreiches Ostercamp erhalten.

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