Über 500 Millionen Euro für moderne Hallen.

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Messegelände und Arena (hinten links) aus der Luft.

Messegelände und Arena (hinten links) aus der Luft.

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Messegelände und Arena (hinten links) aus der Luft.

Düsseldorf. Von außen sind Messehallen nur große Klötze. Aber die Gebäude sind, so sie dem aktuellen Standard entsprechen, schlaue Alleskönner, vollgestopft mit der modernsten Klima- und Medientechnik.

In Düsseldorf trifft der hehre Anspruch längst nicht auf alle Hallen zu. Deswegen wurde dem Aufsichtsrat jetzt ein Masterplan vorgelegt. Zwischen 500 und 600 Millionen Euro müssen bis 2024 in das Stockumer Ausstellungsgelände investiert werden.

Start mit Halle 4: Fassade wird um drei Meter versetzt

Die hohe Summe erklärt sich durch die technischen Anforderungen. Beispiel Halle 4: Sie soll als erste in Angriff genommen werden. „Wir müssen sie komplett entkernen“, erklärt Wilfried Moog, Technik-Chef der Messe. Es wird unter anderem neueste IT-Technik installiert, die Halle wird speziell gedämmt und erhält neue Lüftungsanlagen.

„Die Maschinen, die heute auf Investitionsgütermessen ausgestellt werden, brauchen mehr Strom und geben mehr Wärme ab“, sagt Moog. Folge: Neben dem Heizen spielt das Thema Kühlung eine große Rolle. Dafür wird die Fassade der 14 000 Quadratmeter-Halle um drei Meter versetzt und ein Restaurant umgenutzt. Kosten: 25 Millionen Euro. Vorteil: Allein die Stromkosten sinken jährlich um 100 000 auf 300 000 Euro.

Solche Detailpläne müssen für insgesamt 12 der 19 Hallen gemacht werden. Die Messe benötigt für die Modernisierung – das ist nicht überall so – keine Unterstützung der Stadt. Alles wird aus eigener Kraft finanziert, jedes Jahr ist eine Halle dran.

Das Messegelände ist nun 40 Jahre alt. Schon in den neunziger Jahren wurde ein Masterplan entwickelt, dann aber setzte man erst auf Erweiterung. Die Großhalle 6 entstand, auf der Gleisschleife am Europaplatz wurden die Hallen 8a und 8b gebaut. Jetzt führt an der Sanierung kein Weg mehr vorbei. Moog: „Wir haben uns viel mit Provisorien beholfen, aber im Wettbewerb reicht das nicht mehr aus.“

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