Futtern wie im Dschungelcamp: Mit Heuschrecken und Grillen testet das Mongo’s die Nerven seiner Gäste.

WZ-Mitarbeiter Jan Filipzik hat die Insekten probiert: Die meisten schmecken salzig und leicht nach Nuss.
WZ-Mitarbeiter Jan Filipzik hat die Insekten probiert: Die meisten schmecken salzig und leicht nach Nuss.

WZ-Mitarbeiter Jan Filipzik hat die Insekten probiert: Die meisten schmecken salzig und leicht nach Nuss.

WZ-Mitarbeiter Jan Filipzik hat die Insekten probiert: Die meisten schmecken salzig und leicht nach Nuss.

Young, Bild 1 von 2

WZ-Mitarbeiter Jan Filipzik hat die Insekten probiert: Die meisten schmecken salzig und leicht nach Nuss.

Düsseldorf. Während die Mehlwürmer eher unspektakulär wirken, sehen die Heuschrecken und Grillen aus, als würden sie gleich wieder vom Teller herunterkrabbeln wollen. Doch auch sie sind mausetot – mehr noch: Erhitzt, geschwenkt in Butter und gesalzen sollen sie seit gestern die Gaumen der Gäste im Mongos’s verwöhnen.

Verantwortlich dafür ist Filialleiter Hakan Yazirdag. Er und sein Team servieren die absonderliche Spezialität, die es noch bis zum 27. Januar im Restaurant am Zollhof gibt. Passend dazu läuft derzeit bei RTL das Dschungelcamp, bei dem die Kandidaten sogar Schafs-Hoden und Kamel-Penis essen. Ganz so weit wollten die Geschäftsführer des Mongo’s, das seinen Gästen gern exotische Gerichte serviert, nicht gehen: „Heuschrecken reichen für den Anfang völlig aus“, sagt Yazirdag mit einem Augenzwinkern.

Und die Idee, die Tiere tatsächlich zu essen, ist so ungewöhnlich schließlich nicht. In Asien sind Heuschrecken und Würmer ein alltäglicher wie beliebter Snack für zwischendurch. Und reich an wichtigen Proteinen und Kalzium sind sie obendrein.

Die Beine der Grille piksen angenehm auf der Zunge

Aber obwohl seine Gäste die filigranen Tierchen sogar gratis bekommen, hält sich der Ansturm zunächst noch in Grenzen. Nicht alle sind so mutig wie Marc Linder (38), der den Hüpfer ohne Federlesen an den Hinterbeinen packt, ihn in die Soße taucht und genüsslich zerkaut.

Aber wie schmecken Grashüpfer, Grille und Mehlwurm denn nun eigentlich? Hier eine kurze und sehr subjektive Zusammenfassung: Die Mehlwürmer sind leicht nussig und sehr salzig. Insgesamt weicher, als sie auf den ersten Blick aussehen. Die Grille ist weniger salzig, im Geschmack tendenziell etwas schwächer. Dafür piksen die Beine angenehm auf der Zunge. Der Grashüpfer ist ihr im Geschmack sehr ähnlich, hat aber deutlich mehr Volumen. Da muss man schon ordentlich kauen. Mit etwas Fantasie lässt sich ein leichtes Hühnchen-Aroma erkennen.

Auf der Karte des Mongo’s stehen immer wieder ungewöhnliche Tiere. Dazu gehören Känguru, Strauss, Impala und Kudu.
 

Das Mongo’s im Medienhafen am Zollhof 10 hat montags bis donnerstags von 12 bis 0 Uhr, freitags und samstags von 12 bis 1 Uhr sowie sonntags von 11.30 bis 0 Uhr geöffnet.

Hakan Yazirdag weiß das übrigens nur vom Hörensagen. Er hat die Tiere noch nicht probiert. „Ich kann das meinen Gästen doch nicht wegessen“, sagt er und grinst.

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