Gegen den öffentlichen Weg gab es viele Proteste von Anwohnern. Doch die Zweifel konnten ausgeräumt werden.

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Dieser Zaun an der Osterfelder Straße soll fallen, um den neuen Gehweg zu schaffen.

Dieser Zaun an der Osterfelder Straße soll fallen, um den neuen Gehweg zu schaffen.

Melanie Zanin

Dieser Zaun an der Osterfelder Straße soll fallen, um den neuen Gehweg zu schaffen.

Düsseldorf. Die Städtebauförderung des Landes für Rath und Mörsenbroich ist ein Glück für die Anlieger in den Stadtteilen. Unter dem Motto „Soziale Stadt“ stehen derzeit 1,69 Millionen Euro bereit. Im Rathaus Rath wurden zwei Projekte im zweiten Bauabschnitt abgesegnet. Sie gelten dem Rather Korso Nord und der Erweiterung des Bolzplatzes Osterfelder Straße. Die Anlieger akzeptieren endlich die Pläne.

Seit 2014 verhandelte die Bauverwaltung mit den Anliegern über einen grünen Korridor zwischen Münsterstraße und Osterfelder Straße. Dieser sogenannte Rather Korso soll an der Grenze der privaten Gärten vorbeiführen. Der Weg, bislang nur ein Wirtschaftsweg mit einer grünen Wiese, soll öffentlich werden. Heute endet er an einem zwei Meter hohen Tor. Für viele Bewohner an der Weitmarer und Herner Straße ist der Gedanke, dass an der Rückseite ihrer Gärten Menschen vorbeigehen, eine Horrorvorstellung, denn heute ist das Hintergelände zwischen Osterfelder Straße und dem ehemaligen Spielplatz am Bunker abgeriegelt.

Die Anlieger haben Angst vor Einbrüchen, Belästigungen, Lärm und Dreck. Erst zwei Bürgerbeteiligungen sorgten für Ruhe. Dabei gelang es der Verwaltung im Verbund mit den Bezirksvertretern, die Ängste zu reduzieren, die Wünsche einzuarbeiten und ein beispielhaftes Projekt auf den Weg zu bringen. Nun ist sichergestellt, dass die Privatsphäre der Anlieger nicht angetastet wird.

Gemäß dem Entwurf des Planungsamtes ist an einen vier Meter breiten Spazierweg gedacht. Er wird zum Ärger der Grünen mit einer Asphaltdecke versehen. Wegsperren an den Enden Münster- und Ostefelder Straße sollen verhindern, dass die Radfahrer schnell hindurchrauschen. Außerdem wird es Poller geben, so dass der Weg tatsächlich nur für Betriebsfahrzeuge etwa des Kanal- und Wasserbauamtes befahrbar ist. LED-Mastleuchten sorgen dafür, dass der Weg ausgeleuchtet ist.

Darüber hinaus gibt es zu den Anwohnergärten einen vier Meter breiten Grünstreifen, falls die Anlieger es wünschen. Dadurch wird der direkte Blick in die Gärten versperrt. In einem Teilstück verjüngst sich das Gelände, so dass auch der Pflanzstreifen schmaler wird. Falls die Gärten verschattet werden, wird nach individuellen Lösungen gesucht.

Die Stadtverwaltung hat fast an alles gedacht, selbst an Kletterpflanzen und Wildblumen, Clematis und wilden Wein an den Zäunen zu den Nachbargrundstücken. Der vorhandene Baumbestand bleibt erhalten. Die Bezirksvertretung im Rather Rathaus segnete einstimmig das Projekt ab, das mit 386 000 Euro beziffert wird. Davon zahlt das Land 60 Prozent.

Nächsten Sommer soll der vergrößerte Bolzplatz fertig sein

Das zweite Projekt, durch das Rath aufgewertet werden soll, ist die Erweiterung des neuen Bolzplatzes an der Osterfelder Straße durch eine Spiel- und Picknick-Wiese. Die Planung sieht eine großzügige Rasenfläche mit einzelnen Baumreihen vor. Auch hier werden zum Gelände der Kleingartenanlage Sträucher gepflanzt. Die vorhandenen Bäume werden ins neue Grün integriert. Dies kostet 88 565 Euro. Die Bauzeit dauert zwei Monate. Im Sommer soll der vergrößerte Bolzplatz stehen.

Im Anschluss daran wird der Rather Korso Süd geplant. Hier ist an den Umbau der Dreiecksfläche an der Scheffelstraße gedacht. Und am Zaunkönig werden die veralteten Spielgeräte ausgetauscht sowie die Rasen- und Spielfläche neu gestaltet.

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