Der Schutz wird vor allem älteren Menschen und chronisch Kranken empfohlen. Die Stadt Düsseldorf wirbt für die Prävention.

Schutz wird vor allem älteren Menschen und chronisch Kranken empfohlen. Die Stadt wirbt für die Prävention.
Nach dem Piks dauert es bis zu 14 Tage, bis sich der Impfschutz aufgebaut hat. Archiv

Nach dem Piks dauert es bis zu 14 Tage, bis sich der Impfschutz aufgebaut hat. Archiv

Kay Nietfeld dpa

Nach dem Piks dauert es bis zu 14 Tage, bis sich der Impfschutz aufgebaut hat. Archiv

Düsseldorf. Da Vorbeugen bekanntlich besser als Heilen ist, rät Düsseldorfs Gesundheitsdezernent Prof. Dr. Andreas Meyer-Falcke zur Grippeschutzimpfung. Weil der Impfstoff aber jährlich ein anderer ist, sollte die Impfung auch jährlich gemacht werden. Meyer-Falcke erklärt: „Impfungen gehören zu den wichtigsten und wirksamsten Präventionsmaßnahmen, die der Medizin zur Verfügung stehen. Sie spielen bei der Vermeidung von Infektionskrankheiten eine wichtige Rolle und leisten somit einen elementaren Beitrag zur Gesundheit.“

Gesundheitsamt gibt Infos zu allen Schutz- und Reiseimpfungen

Dies meint auch Dr. Gabriele Tewes. Die Allgemeinmedizinerin und Internistin am Gesundheitsamt lässt sich selbst seit vielen Jahren gegen die Grippe impfen. „Es geht nicht nur um den individuellen Schutz, sondern auch um den Schutz der Gemeinschaft,“ betont Tewes. Sie persönlich möchte beispielsweise ihre alten Eltern nicht mit einer Grippe anstecken.

Die Ärztin spricht von mehr als 10 000 Todesfällen in Deutschland pro Jahr in Zusammenhang mit der Grippe. „Lungenkranke können an den Folgen einer Grippe sterben“, sagt sie. Deshalb sei es eben wichtig, dass sich chronisch Kranke und ältere Menschen aber auch Schwangere impfen lassen. Dies schütze sie vor Komplikationen bei einer richtigen Grippe. Die Ärztin appelliert ebenso an alle, die in der Kinder- oder Altenpflege arbeiten, sich den Piks setzen zu lassen.

In der kalten Jahreszeit ist die Abwehr geschwächt. So treten die Grippewellen meist erst im Januar oder wie in diesem Jahr im Februar auf. Man kann sich zwar auch noch im Januar impfen lassen, doch es dauert rund zehn bis 14 Tage nach der Impfung, bis der Impfschutz vollständig aufgebaut ist. Deshalb seien Oktober und November die besten Monate für die Durchführung der Schutzimpfung, so das Robert-Koch-Institut (RKI) und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI).

Das Gesundheitsamt an der Kölner Straße berät natürlich nicht nur zum Thema Grippeimpfung. „Wir haben eine Impfambulanz im Hause“, erklärt Dr. Michael Schäfer, stellvertretender Leiter des Gesundheitsamtes. Es gibt Informationen zu allen Standardschutzimpfungen (u.a. Tetanus, Diphterie, Masern und Keuchhusten), Schutzimpfungen für Kinder bis zehn Jahren und zu Reiseimpfungen. „Wir beraten und können die Impfungen auch vornehmen,“ sagt Schäfer.

Gegen die Grippe kann man sich bei seinem Hausarzt impfen lassen. Dies bezahlen die Krankenkassen. Zudem bietet die AOK Rheinland/Hamburg für alle offene Impftermine an: Vorweihnachtsimpfung, Samstag, 18. November, 12 bis 17 Uhr, AOK-Haus, Kasernenstraße 61; Afterworkimpfung, Mittwoch, 22. November, 17 bis 21 Uhr, Forum der Stadtsparkasse, Berliner Allee 33. Karnevalsimpfen, 13. Januar 2018 12 bis 17 Uhr, AOK-Zelt, Schadowplatz. Mitzubringen sind von den gesetzlich versicherten Kunden aller gesetzlichen Kassen eine gültige Krankenversicherungskarte und ein Impfausweis, um eine kostenfreie Impfung zu erhalten.

Die Impfambulanz des Gesundheitsamtes an der Kölner Straße 180 bietet montags bis freitags, 11 bis 13 Uhr, sowie dienstags und donnerstags, 15 bis 17 Uhr, Sprechstunden an. Hier braucht man keinen Termin. Online kann man sich jedoch einen Termin reservieren. Es gibt auch eine telefonische Beratung (899-3533). Die für die Impfung und Beratung anfallenden Kosten werden direkt in der Impfambulanz geleistet. Eine Zahlung per EC-Karte oder in bar ist möglich. Die Rechnung kann bei der Krankenkasse eingereicht werden, da im Einzelfall die Kosten erstattet werden.

duesseldorf.de/gesundheitsamt/impfambulanz 

Dazu kann man ohne Termin die Sprechstunden montags bis freitags besuchen oder sich online einen Termin reservieren. Wichtig ist, den Impfausweis mitzubringen. Den jedoch, so Michael Schäfer, sollte man sowieso immer bei sich tragen. „Dies ist sinnvoll, wenn man plötzlich einen Unfall hat und ins Krankenhaus muss.“

Nicht immer sind beim Gesundheitsamt alle Impfstoffe vorrätig. Dies musste kürzlich eine Düsseldorferin erfahren, die sich vor einer Fernreise gegen Tollwut impfen lassen wollte. Schäfer bestätigt: „Hier gibt es laut Paul-Ehrlich-Institut bis Mitte November Lieferengpässe.“ Ein Patient, der sich in der vergangenen Woche gegen Tollwut impfen lassen wollte, habe den Impfstoff allerdings noch in einer Apotheke bekommen.

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