In Golzheim begeisterten sieben Bands ihr Publikum mit Soul, Rock und Funk.

„One Eye Open“ rockten an der Theodor-Heuss-Brücke.
„One Eye Open“ rockten an der Theodor-Heuss-Brücke.

„One Eye Open“ rockten an der Theodor-Heuss-Brücke.

Stefan Arend

„One Eye Open“ rockten an der Theodor-Heuss-Brücke.

Düsseldorf. Ein Fest im Kreise der Nachbarschaft sollte das Golzheimfest sein, das eine Gruppe heimatverbundener Musikliebhaber vor drei Jahren ins Leben rief. Doch schon nach wenigen Minuten auf der Wiese unter der Theodor-Heuss-Brücke wurde den Besuchern bewusst, dass die Veranstaltung längst Kreise über die Stadtteilgrenzen hinaus gezogen hat. Sieben Bands, darunter die spanische Formation "Al Supersonic & The Teenagers", sowie die Düsseldorfer Gruppen "Nichts" und "One Eye Open", lockten hunderte Besucher nach Golzheim.

Den nachbarschaftlichen Charakter bewiesen dabei nicht in erster Linie die Adressen der Feiernden, sondern viel eher die freundschaftliche Atmosphäre. So standen zum Beispiel die Bandmitglieder von "Al Supersonic & The Teenagers" nach ihrem Auftritt noch mit Besuchern zusammen, um sich bei einem Bier auszutauschen. "Wir sind zufrieden, die Stimmung ist super und die Menschen sind gut drauf", sagte die 33-jährige Keyboarderin Vanessa.

Gestern im Unique Club, heute mit Kindern meist zu Hause

Nachdem Henry Storch, Band-Betreuer und Mitglied des Vereins Golzheimfest, voriges Jahr eine Gruppe aus Belfast auf die Bühne geholt hatte, fiel die Wahl des internationalen Gastes dieses Mal auf die Spanier. "Sie sind bei der Plattenfirma ’Unique Records’ unter Vertrag, bei der ich arbeite", erläuterte Storch. Er wolle jedes Jahr Menschen auf seine Musik aufmerksam machen, die damit sonst kaum in Kontakt kommen oder nur noch selten Gelegenheit finden, ein Konzert zu besuchen. "Die Leute, die früher in den ’Unique Club’ gegangen sind, haben jetzt Kinder." Viele jener Kinder tummelten sich auf dem Golzheimfest und komplettierten die allgemeine familiäre Stimmung.

Hätte man das Fest verstärkt bewerben sollen? Das verneint Storch. "Das geht aus Kostengründen nicht, schließlich verfügen wir über kein großes Budget. Außerdem soll durch die Größe des Fests ja sein nachbarschaftlicher Charakter erhalten bleiben."

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