Die alte Euphorie aus den guten Tagen scheint so langsam zurückzukehren in die Vorstandsetagen der Plattenindustrie. Vor Kurzem wurde in London der „Global Music Report“ vorgestellt, dessen Zahlen das belegen. Der Umsatz der Musikindustrie wächst wieder stetig, vor allem dank der Streamingportale. Wurde Streaming lange auch für ein Nischenprodukt gehalten, geben Musikfans erstmals regelmäßig Geld für Alben und einzelne Songs aus, ohne sie am Ende wirklich zu besitzen.

Die Zeiten der Plattensammlung im Regal sind vorbei. Und die Musikindustrie wäre nicht die Musikindustrie, würde sie es beim Status Quo belassen. In ersten Märkten wird bald eine Preiserhöhung der Streaming-Abos eingeführt, die im Moment noch für 9,99 EUR zu haben sind. Zudem können sie ein und dasselbe Produkt immer wieder neu verkaufen. Der Bärenanteil der Umsätze mit Aufnahmen wird heute mit dem sogenannten Backkatalog erzielt, das heißt mit Alben, die schon vor Jahren aufgenommen wurden. Wie etwa Pink Floyds „Dark Side Of The Moon“ oder „Abbey Road“ von den Beatles. Diese Alben wurden ursprünglich als Vinylplatten verkauft, dann als CDs oft an dieselben Kunden noch einmal, dank der nun unschlagbaren Tonqualität. Nun werden dieselben Alben über die Streamingportale erneut neu vertrieben.

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