Grüne und SPD haben Ideen für die Sicherheit präsentiert. Für einige gibt es eine Mehrheit.

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Die Polizei greift zurzeit in der Altstadt massiv durch. Einige Politiker wollen die Ordnungshüter unterstützen.

Die Polizei greift zurzeit in der Altstadt massiv durch. Einige Politiker wollen die Ordnungshüter unterstützen.

Die Polizei greift zurzeit in der Altstadt massiv durch. Einige Politiker wollen die Ordnungshüter unterstützen.

Düsseldorf. Nachdem Polizei und Stadt ihre Konzepte für mehr Sicherheit in der Altstadt präsentiert haben, war es eine Frage der Zeit, bis auch die Politik mit Ideen aufwartet. Grüne und SPD haben jetzt eigene Konzepte vorgestellt - und es zeichnen sich Berührungspunkte mit CDU und FDP ab. Für die Abschaffung der Sperrstunde wird es wohl im Rat eine Mehrheit geben, auch eine konsequentere Kontrolle des Jugendschutzes und ein verstärkter Einsatz des Ordnungsamtes findet Unterstützer in beiden Lagern.

Grüne und SPD fordern jeweils, die Sperrstunde abzuschaffen, weil durch sie eine große Zahl von Menschen gleichzeitig auf die Straßen gespült wird. Das führe zu Konflikten. CDU-Chef Friedrich G. Conzen: "Da sehe ich keine Schwierigkeit, das können wir schnell umsetzen." Auch dem verstärkten Einsatz des OSD in der Altstadt, den die Opposition fordert, würde sich die Fraktion nicht entgegenstellen - wenn Ordnungsamt und Polizei diese Maßnahme für sinnvoll hielten.

Besonders die Grünen wollen zudem eine stärkere Überwachung des Jugendschutzes, also des Alkoholverkaufs an Jugendlcihe. Mit der SPD und der FDP könnte es auch hier für eine Mehrheit reichen. "Da rennen Sie bei mir offene Türen ein", sagt FDP-Fraktionschefin Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Grünen-Ratsfrau Clara Deilmann verdeutlicht: "Ich arbeite seit sieben Jahren in einer Bar in der Altstadt - wir hatten noch nie eine Jugendschutzkontrolle."

Deilmann wünscht sich vor allem eine Jugendschutzstelle für die Altstadt. Dort könnte die Polizei aggressive und betrunkene Jugendliche in die Hände von Betreuern der Stadt geben. Denn Minderjährige darf die Polizei nicht in Gewahrsam nehmen - zudem kostet es die Beamten viel Zeit, die Erziehungsberechtigten zu kontaktieren. Strack-Zimmermann befürwortet ebenfalls eine enge Kooperation von Polizei und Jugendamt, um die "Störer" umfassend zu betreuen. Über die Form dieser Verzahnung sei sie gesprächsbereit.

Ein weiterer Vorschlag der SPD hingegen wird wohl keine Mehrheit finden: Fraktionschef Günter Wurm will ein Alkoholverbot auf den Altstadtstraßen von 1 bis 6 Uhr. Sowohl CDU als auch FDP sehen das allerdings nicht als Option.

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