Vorwürfe gegen Beamten erhärten sich.

Düssedorf. Sieben Jahre war er im Spannungsfeld Altstadt tätig. Ein erfahrener Beamter. Doch in der Nacht zum 11. September soll ein 28-jähriger Polizist aus der Altstadtwache einen 18-Jährigen geschlagen und verletzt haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Körperverletzung.

Da sich nach Auskunft von Polizeisprecher Wolfgang Rodax die Vorwürfe gegen den Beamten erhärtet haben, entschied Polizeipräsident Herbert Schenkelberg nun, den Mann in eine andere Dienstgruppe zu versetzen. In seinem neuen Aufgabengebiet steht der direkte Kontakt zu Menschen nicht im Mittelpunkt.

Wie die WZ berichtete, war der 18-Jährige in besagter Nacht mit Freunden in der Alstadt unterwegs. Dabei kam es offenbar zur verbalen Auseinandersetzung mit dem 28-jährigen Polizeibeamten und dessen Kollegin. Gegen den Altstadtbesucher wurden ein Platzverweis ausgesprochen.

Weil der 18-Jährige diesen jedoch ignorierte, wurde er festgenommen und mit einem Bus zur Wache gebracht. Dort angekommen, hat er sich angeblich geweigert, aus dem Fahrzeug auszusteigen. Hierbei soll es dann zu dem tätlichen Übergriff des Polizisten gekommen sein.

Polizeipräsident erwartet "angemessenes Einschreiten"

Gestern wurde der 18-Jährige vernommen, am Tag zuvor ein Zeuge. Der Beamte selbst schweigt bislang zu den Vorwürfen.

Die Altstadt gilt vor allem am Wochenende als Brennpunkt. Übermäßiger Alkoholgenuss befördert eine aggressionsgeladene Atmosphäre. Im November 2008 hatte ein führender Beamter der Altstadtwache die zunehmenden Angriffe gegen Polizisten öffentlich gemacht. Dennoch erwartet der Polizeipräsident nach eigenen Worten "ein umsichtiges und angemessenes Einschreiten". Der aktuelle Fall, sagt Rodax, sei ein Einzelfall.

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