Im März ziehen die Juristen von der Altstadt nach Oberbilk. Ihre Lieblingswirtin aus dem „Ohme Jupp“ kommt mit.

wza_1500x964_555288.jpeg
Mit Tochter Lena (li.) will Cornelia de Bruin am Oberbilker Markt eine „Filiale“ gründen.

Mit Tochter Lena (li.) will Cornelia de Bruin am Oberbilker Markt eine „Filiale“ gründen.

Bernd Schaller

Mit Tochter Lena (li.) will Cornelia de Bruin am Oberbilker Markt eine „Filiale“ gründen.

Düsseldorf. Im März kommenden Jahres rollen die Umzugskisten an. Dann ziehen Amts- und Landgericht von der Mühlenstraße in den Neubau am Oberbilker Markt. Auf ihre Lieblingswirtin brauchen die Juristen dort nicht zu verzichten. Cornelia de Bruin eröffnet schon im Oktober ihr "Ohme am Markt", direkt an der Ecke Bogenstraße/Eisenstraße.

Wenn Staatsanwälte, Richter und Rechtsanwälte Pause haben, laufen sie beim "Ohme Jupp" an der Ratinger Straße ein. Obwohl es bis zum Umzug noch einige Monate dauert, kam bei den Juristen schon der erste Trennungsschmerz auf. "Warum kommst du nicht mit?", wurde ich immer wieder gefragt.

Das neue Ohme am Markt bei der Fahrradtour entdeckt

Also setzte sich Cornelia de Bruin an einem Sonntag auf ihr Fahrrad und sah sich am Oberbilker Markt mal um: "Dabei fiel mir das Uerige-Lokal sofort auf. Danach habe ich Michael Schnitzler angerufen und der hat den Kontakt zum Hausbesitzer hergestellt." Wenig später wurden die Verträge unterschrieben, bereits seit Ende August werden die rund 180 Quadratmeter großen Räume renoviert.

Bislang war das Lokal vor allem ein Treff für elf Vereine, von Karnevalisten über Musikanten bis zu den Bayern-Fans von der Bavaria. Für sie versucht Cornelia de Bruin gemeinsam mit Tochter Lena (20) nun, einen vernünftigen Kompromiss zu finden: "Die Stammgäste sollen sich hier weiter wohl fühlen, es gibt auch einen abgetrennten Saal für 70 Personen."

Auf der anderen Seite soll auch die typische Atmosphäre des Ohme Jupp von der Altstadt nach Oberbilk gebracht werden: "Die Leute sind schon sehr neugierig und wollen sehen, wie es hier aussieht." Die Heimatfreunde dürfen auch schon mal hineinschauen und werden mit einem Bierchen versorgt.

Cornelia de Bruin hofft am 1. Oktober schon eröffnen zu können

Die 62-Jährige ist ein echtes Altstadt-Original und schon seit 40 Jahren an der längsten Theke der Welt. 15 Jahre hat sie das "Ohme Jupp" geführt, davor 20 Jahre das Goldene Einhorn, zuvor hat Cornelia de Bruin fünf Jahre in der Uel gearbeitet. Oberbilk ist für sie gastronomisch absolutes Neuland.

Die 20-Jährige hat schon während der Schulzeit erste Erfahrungen in der Gastronomie gesammelt. Seit zwei Jahren arbeitet sie bereits im "Ohme Jupp" mit.

Wenn der neue Boden verlegt ist, möchte Cornelia de Bruin so schnell wie möglich eröffnen, am liebsten zum 1. Oktober: "Ich weiß aber noch nicht, ob das klappt." Zunächst wird das "Ohme am Markt"am Vormittag öffnen. Erst wenn die Gerichte umgezogen sind, wird es wieder ab acht Uhr morgens Frühstück geben.

Das "Ohme Jupp" an der Ratinger Straße möchte die 62-Jährige allerdings weiter behalten. Über die Vertragsverlängerung wird gerade mit dem Hausbesitzer verhandelt.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer