Frau gab sich in fingiertem Schreiben als Ex-Patientin aus.

Düsseldorf. Eigentlich sollte ihre Kollegin sie einarbeiten. Das lief aber nicht so, wie es sich eine Wuppertaler Arzthelferin vorgestellt hatte. Also griff die 24-Jährige zu einem ungewöhnlichen Mittel der Rache. Unter dem Namen Lisa Louis aus Jacksonville verfasste sie auf Englisch eine E-Mail, die sie zu der Zahnarztpraxis schickte und in einem Ärzte-Bewertungsportal veröffentlichte. Darin behauptet sie, eine amerikanische Patientin zu sein, die zwar sehr zufrieden mit der Behandlung in der Praxis an der Königsallee gewesen sei, jedoch ganz und gar nicht mit einer der Arzthelferinnen. Diese soll unfreundlich gewesen sein. Sie würde zwar gerne ihren Freunden und Bekannten in den USA die Düsseldorfer Praxis empfehlen, jedoch nur, wenn sie besagte Arzthelferin nicht mehr wiedersehen müsste.

Eine Strafe von 1250 Euro hielt die Arzthelferin für zu hoch angesetzt

Der Fall flog auf und die Wuppertalerin bekam einen Strafbefehl. 1250 Euro wegen Verleumdung sollte sie zahlen. Die Tat stritt sie zwar nicht ab, die Höhe der Strafe befand sie aber für zu hoch angesetzt. Sie legte Widerspruch ein. Schließlich arbeite sie mittlerweile in einer anderen Praxis nur auf 400-Euro-Basis. Das Amtsgericht Düsseldorf hat sie daraufhin am Mittwoch zu einer Strafe von 375 Euro verurteilt.

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