Nur den Aufschnitt mussten die Gäste im Boui Boui mitbringen.

Marion, Annabelle, Jens, Alexa und Erwan genießen einen schönen Abend im Boui Boui Bilk beim Abendmahl.
Marion, Annabelle, Jens, Alexa und Erwan genießen einen schönen Abend im Boui Boui Bilk beim Abendmahl.

Marion, Annabelle, Jens, Alexa und Erwan genießen einen schönen Abend im Boui Boui Bilk beim Abendmahl.

Melanie Zanin

Marion, Annabelle, Jens, Alexa und Erwan genießen einen schönen Abend im Boui Boui Bilk beim Abendmahl.

Düsseldorf. Viele Menschen sitzen an einem Tisch, ein Brotkorb und selbstgemachte Aufstriche stehen in ihrer Mitte, Kerzenlicht beleuchtet die Gesichter: Wer denkt, dass ein gemütliches Abendessen in familiärer Atmosphäre nur in der heimischen Küche möglich ist, wurde am Samstagabend im Boui Boui Bilk an der Suitbertusstraße eines Besseren belehrt. Beim ersten sogenannten „Abendmahl“ trafen sich knapp 300 Freunde des einfachen Abendessens in der ehemaligen Schraubenfabrik, um an einer 150 Meter langen Tafel gemeinsam ihren Hunger zu stillen.

Das Besondere hierbei: Besteck, Aufstriche und Brotbeläge wurden wie bei einem Picknick selbst mitgebracht, Brot und Butter stellte Veranstalter, Hobbykoch und Slow-Food-Experte Thomas Deckert. Bereits im letzten Jahr lud er zur Schnippeldisko in die Räumlichkeiten, bei der Lebensmittel, die lediglich aus ästhetischen Gründen in der Tonne gelandet wären, im geselligen Rahmen zubereitet und verzehrt wurden.

Auch dieses Mal spielte neben dem gesellschaftlichen Faktor der bewusste Umgang mit den Nahrungsmitteln eine Rolle: Drei regionale Bäckereien lieferten die Backwaren für das alternative Dinner, ein Biomarkt die Butter. Deckert erklärt das Konzept: „Bewusstes Essen wird immer einfacher, das Interesse der Bevölkerung an der Herkunft ihrer Produkte steigt. Dieses nachhaltige Bewusstsein zu stärken und mit einem netten Event zu kombinieren ist mein Ziel.“ Und: „Geselliges Essen lockt immer.“

Für Britta Beumers und Carmen Hillebrand stand besonders die Neugierde, im ungewohnten Umfeld zu essen, im Vordergrund: Eingelegte Tomaten, vegetarische Aufstriche und Radieschen brachten sie mit. Über den Andrang wunderten sie sich nicht, waren aber enttäuscht über die fehlende Interaktion der Teilnehmer. Zum Austausch sei es nur vereinzelt gekommen.

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