Ein Berliner Unternehmen bietet nun in vier Düsseldorfer Stadtteilen Gastro-Führungen an. Weitere Zutaten sind Anekdoten und Infos aus dem Viertel.

Bilk/Flingern/Benrath/Pempelfort
Die erste kulinarische Düsseldorfer Stadtteiltour von „eat-the-world“ fand 2014 in Flingern statt. Jetzt geht es bereits durch vier Viertel. Archiv

Die erste kulinarische Düsseldorfer Stadtteiltour von „eat-the-world“ fand 2014 in Flingern statt. Jetzt geht es bereits durch vier Viertel. Archiv

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Die erste kulinarische Düsseldorfer Stadtteiltour von „eat-the-world“ fand 2014 in Flingern statt. Jetzt geht es bereits durch vier Viertel. Archiv

Düsseldorf. Kleine, authentische Viertel sind das Ziel der Tourenführer von „eat-the-world“. Das Unternehmen wurde vor zehn Jahren in Berlin gegründet. Mittlerweile bietet es in 35 Städten kulinarische Kietz-Führungen an.

In Düsseldorf sind es gleich vier. 2014 ging es in Flingern los. Bilk kam hinzu, im vergangenen Sommer Benrath und in diesem Jahr ist nun auch Pempelfort im Angebot. Zwei Mal in der Woche finden die Touren in allen vier Stadtteilen statt. Beginn ist immer am späten Vormittag oder mittags. Drei Stunden ist man unterwegs und erkundet im Umkreis von rund einem Kilometer das Viertel.

Bilk/Flingern/Benrath/Pempelfort
Foto: eat-the -world

Kulinarische Kostproben gibt’s für die Teilnehmer auch bei den „Naturburschen Flingern“.

Rund 50 Prozent der Teilnehmer sind Touristen, die andere Hälfte sind Düsseldorfer. „Sie wollen auf diese Weise mal einen anderen Stadtteil besser kennenlernen“, erzählt eat-the-world-Pressesprecherin Ana Katovcic.

„Alle unsere Tourenguides sind Düsseldorfer oder leben schon lange in der Stadt“, sagt Katovcic. In jeder Stadt hat das Unternehmen auch einen Citymanager, der mit der Berliner Zentrale die Führungen abstimmt. Dazu werden die Gastronome für die sieben Kostproben ausgesucht. Dort kehren die Teilnehmer dann jeweils für rund 15 Minuten ein. Die Touren im Überblick:

Flingern: „Ein Kulturviertel im Trend der Zeit“ – so beschreibt das Unternehmen seine Flingern-Tour, die freitags und samstags (gleich zwei Mal) stattfindet. Auf dem Weg zum kulinarischen Stadtteil werden die Besucher auf auf die vielen kleinen individuellen Läden aufmerksam gemacht. Kostproben gibt es dann beispielsweise in einer alteingesessenen Metzgerei, bei einem Mexikaner, einem Naturladen mit Bio-Lebensmitteln und in einem türkischen Kochstudio.

Die Touren eignen sich laut Veranstalter leider nicht für Veganer oder Menschen mit Laktose- oder Glutenintoleranz und Nussallergie. Wer Vegetarier ist oder auch Diabetiker sollte dies bei der Anmeldung mitteilen.

Das Ticket kostet pro Person 33 Euro, für Kinder bis 12 jahren 16,50 Euro. Buchen kann man bis zur einer Stunde vor Tour-Beginn telefonisch unter 030 - 206 22 999 - 0 oder online. eat-the-world.com/duesseldorf.html

Bilk: „International-vielfältig und freundschaftlich-familiär“ wird der bevölkerungsreichste Stadtteil beschrieben. Wer Bilk wählt, den erwarten donnerstags und samstags Infos zur Heine-Universität und zu kulturellen Veranstaltungen im Viertel sowie folgende Stationen: eine himmlische Backwerkstatt, eine vegetarische Imbissbude, ein süßer Nachbarschaftsladen, eine verlockende Eis-Manufaktur, ein türkischer Feinkostladen, ein vietnamesischer Streetfood-Laden sowie ein helenisches ursprüngliches Restaurant.

Benrath. Der Stadtteil im Süden wird als „verträumt und gemütlich“ beschrieben. Hier werden auf der Tour (mittwochs und samstags) auch das Benrather Schloss, das Rathaus oder die Cäcilienkirche Thema.

Kulinarisch vorgestellt werden mittwochs und samstags die kleinste Pizzeria des Stadtteils, ein Fairtrade Café, ein Eiscafé und ein Schokoladenfachgeschäft und weitere Läden mit besonderen Leckereien.

Pempelfort: Neu im Programm geht es seit Januar nun auch durch das trendige Pempelfort. Dabei wird auch der Golzheimer Friedhof erkundet und an den Ritter Rupert von Pempelfort erinnert.

Gekostet, was Pempelfort für den Gaumen zu bieten hat, wird in der französischen Markthalle, einer Fromagerie oder in einem griechischen Spezialitätengeschäft. Auch eine gemütliche Kaffeebar und ein veganes Café sind Stopps auf dieser Tour. Für alle vier Ausflüge gilt laut eat-the-world: Die Kostproben würden ausreichen, man brauche danach keine Mahlzeit mehr.

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