Umwelt: Das Gartenamt kontrolliert regelmäßig Park- und Straßenbäume

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Axel Rendenbach untersucht einen Baum auf mögliche Schäden.

Axel Rendenbach untersucht einen Baum auf mögliche Schäden.

Arend

Axel Rendenbach untersucht einen Baum auf mögliche Schäden.

Düsseldorf. Wohl niemand kann sich ein Stadtbild ohne Bäume vorstellen. Sie sind nicht nur Gestaltungselement, sondern auch aus ökologischen Gründen unverzichtbar. In den Düsseldorfer Parkanlagen stehen rund 200.000 Großbäume, weitere 56.000 Straßenbäume kommen dazu.

Aber nicht alle sind gesund. Deshalb werden sie regelmäßig vom Gartenamt kontrolliert. "Wir prüfen jeden Baum regelmäßig, um Gefahren zu minimieren, die möglicherweise von ihm ausgehen", erklärt Umweltdezernentin Helga Stulgies.

Denn ist ein Baum etwa von Pilz befallen, wird er morsch. Dann kann es zu einer Schwächung seiner Statik kommen - im schlimmsten Fall könnte er umfallen oder Äste verlieren. "Ob ein befallener Baum aber eine Gefährdung für Menschen oder Gegenstände bedeutet, wägen wir im Einzelfall genau ab", so Manfred Otto vom Gartenamt.

Auf Baumfällungen wird in der Bevölkerung sehr sensibel reagiert

Aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht werden Straßenbäume mindestens einmal jährlich untersucht, Parkbäume alle drei Jahre. Ist der Befall durch einen Pilz oder andere Schädlinge bekannt, rücken die Baumexperten des Gartenamtes sogar mindestens zweimal jährlich aus, um seinen Zustand zu überprüfen.

Einer dieser Experten ist Axel Rendenbach. Seine wichtigsten Instrumente sind ein Gummihammer und ein so genannter Resistograph, mit dem er Bohrwiderstandsmessungen macht. So erlangt er Kenntnisse darüber, wie es im Inneren des Baumstamms aussieht und kann gegebenenfalls Maßnahmen einleiten. Der Gummihammer dient der ersten akustischen Orientierung, denn geschulte Ohren hören, ob der Stamm hohle Stellen aufweist und dadurch eventuell in seiner Standfestigkeit gefährdet ist.

"Wir müssen jährlich etwa 500 Bäume fällen. Die Zahl ist seit Jahren konstant", sagt Gartenamtsleiter Manfred Krick. "Allerdings pflanzen wir mehr Bäume neu an als wir entfernen müssen." Problematisch ist, dass viele Menschen sehr sensibel auf Fällungen reagieren. Zurzeit werden 26 Rot- und Weißdorne an der Harffstraße gefällt, was eine recht drastische Maßnahme darstellt.

"Wir wissen, dass das Thema in der Bevölkerung ernst genommen wird", so Stulgies. Deswegen will die Stadt die Bürger zukünftig besser informieren und vorab am betroffenen Baum ein Infoblatt platzieren. Das erklärt, warum eine Fällung unumgehbar ist.

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