24-Jähriger versteigerte angeblich unbezahlte Eintrittskarten.

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Andreas Bischof

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Düsseldorf. Es war eine böse Überraschung für manchen Fußball-Fan, wenn er mit seinen Eintrittskarten am Leverkusener Stadion eintraf. Die Tickets waren nämlich nicht bezahlt – und ungültig. Bis zu 250 Euro soll ein 24-Jähriger im Internet dafür kassiert haben. Mehr als 100 Fälle sollen in knapp zwei Jahren angezeigt worden sein. Am Freitag saß der junge Mann dafür auf der Anklagebank des Landgerichtes.

Die Masche war immer die gleiche. Im Internet kaufte der 24-Jährige unter verschiedenen falschen Namen Eintrittskarten für Spiele von Bayer Leverkusen, unter anderem für die Partien gegen Borussia Dortmund, Lissabon und Frankfurt. Die wurden ihm dann auch zugeschickt. Allerdings überwies er das Geld für die Tickets nicht. Darum wurden die Eintrittskarten vom Verein nicht freigeschaltet, sondern gesperrt.

Angeklagter wurde einen Tag vor der Verhandlung verhaftet

Obwohl der Angeklagte das wusste, versteigerte er die Tickets bei Internet-Auktionen und kassierte das Geld. Die Käufer bemerkten dann oft erst am Stadion, dass sie einem Betrüger aufgesessen waren. In anderen Fällen soll der junge Mann erst gar keine Ware geliefert, das Geld aber trotzdem nicht zurückerstattet haben.

Vom Amtsgericht war der 24-Jährige für 104 angezeigte Fälle bereits zu Haftstrafen von insgesamt drei Jahren und sechs Monaten verurteilt worden. Dagegen hatte er allerdings Einspruch eingelegt. Nach mehreren Monaten im Gefängnis war der Angeklagte vorläufig auf freien Fuß gesetzt worden.

Zur Verhandlung vor dem Landgericht wurde er jedoch wieder vorgeführt. Einen Tag zuvor war der 24-Jährige erneut verhaftet worden, weil es neue Strafanzeigen wegen Internet-Betruges gab. Die sollen nun mit einbezogen werden. Darum wurde die Verhandlung abgebrochen. Am 30. Oktober wird der Prozess fortgesetzt.

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