34-Jährige konnte den Täter am Samstagmorgen abwehren. Fahndung nach Vergewaltiger aus der Altstadt läuft weiter.

Der Täter flüchtete hier in Richtung Emmastraße.
Der Täter flüchtete hier in Richtung Emmastraße.

Der Täter flüchtete hier in Richtung Emmastraße.

Lepke, Sergej (SL)

Der Täter flüchtete hier in Richtung Emmastraße.

Düsseldorf. Die Polizei fahndet inzwischen schon nach zwei Sexualstraftätern. Nachdem am Dienstag der Fall einer über 80-Jährigen bekannt geworden ist, die am Sonntag in der Altstadt vergewaltigt wurde, wird nun ein Mann gesucht, der eine 34-Jährige im Volksgarten attackiert hat. Dieser Vorfall ereignete sich bereits am Samstagmorgen, das Opfer konnte aber erst am Mittwoch ausführlich vernommen werden.

Zwischen 5.30 und 6 Uhr war die Frau auf dem Weg zur Arbeit durch den Volksgarten. Von hinten griff sie plötzlich ein 25 bis 35 Jahre alter Mann an, riss sie zu Boden und versuchte, sich an der 34-Jährigen zu vergehen. Doch die wehrte sich massiv, stach dem Mann mit den Fingern in die Augen. „Sie hat mehrere Minuten richtig mit ihm gekämpft“, schildert Polizeisprecherin Anja Kynast das Geschehen. Irgendwann ließ der Täter dann von der Frau ab, ohne dass es zu sexuellen Handlungen gekommen war. Er flüchtete in Richtung Emmastraße. Das Opfer wurde leicht verletzt.

Der Täter soll schlank sein, eine südländische Erscheinung und Arabisch gesprochen haben. Er hat breite Wangenknochen, war mit einem dunklen Sweatshirt und Jeans bekleidet. Laut der 34-Jährigen könnte er eine Verletzung in der rechten Gesichtshälfte davongetragen haben. Die Polizei hofft auf Zeugen (Hinweise an Telefon 8700), die den Mann gesehen haben. Möglicherweise auch an den Morgen zuvor – denn laut Polizei ist noch nicht klar, ob die 34-Jährige ein reines Zufallsopfer war oder der Täter sie auf dem Weg zur Arbeit im Vorfeld ausgespäht hatte. Am Donnerstag soll ein Phantombild veröffentlicht werden.

Erste Hinweise auf den Vergewaltiger aus der Altstadt

Auch im Fall der Seniorin, die am Sonntag an der Liefergasse Opfer eines Vergewaltigers wurde, hat die Polizei noch keinen durchschlagenden Fahndungserfolg erzielen können. „Die Frau konnte ausführlich, aber sehr umsichtig vernommen werden“, erklärt André Hartwich, Sprecher im Präsidium. „Sie ist relativ gefasst.“ Sie korrigierte die erste Schilderung, nach der es sich um einen Südländer gehandelt habe. Der Täter soll vielmehr osteuropäisch gewirkt haben. Seit Dienstag fahndet die Polizei in diesem Fall mit dem unten stehenden Phantombild. „Wir haben einige Hinweise aus der Bevölkerung erhalten“, so Hartwich. „Zu deren Qualität möchten wir aber nichts sagen.“ Darüber hinaus sei umfassendes Spurenmaterial sichergestellt worden. Der 20- bis 25-jährige Täter hatte die Seniorin am Sonntag gegen 11 Uhr in einen Hausdurchgang gezerrt, Geld gefordert, sie dann missbraucht.

Am Samstag zwischen 5.30 und 6 Uhr wird eine 34-Jährige im Volksgarten fast vergewaltigt. Der Täter ist 25 bis 35 Jahre alt, sprach Arabisch.

Am Sonntag, 11 Uhr, missbraucht ein Mann (20 bis 25) eine Seniorin an der Liefergasse. Er soll Osteuropäer sein.

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