Hochtief-Übernahme könnte Auswirkungen auf Düsseldorf haben.

Düsseldorf. Vor einigen Wochen lehnten sich die Experten in der Düsseldorfer Kämmerei noch zurück. Die Übernahme der Hochtief AG durch den spanischen Bauriesen hatte noch nicht so viel Fahrt aufgenommen, dass man sich um die Frage kümmerte, wie man sich verhält, wenn die Spanier kein Interesse mehr an der Flughafensparte haben.

Jetzt, da die Spanier ihren Anteil an Hochtief auf mehr als 30 Prozent erhöht haben, sieht die Situation nach Informationen der WZ anders aus: Die Stadt prüft, wann sie ein Vorkaufsrecht ausüben kann.

Hintergrund: Hochtief hält Anteile an Flughäfen und hat dafür Tochterfirmen gegründet, in der Hauptsache die Hochtief Concessions. In Düsseldorf sind die Anteile des Flughafens so aufgeteilt: 50 Prozent hält die Stadt Düsseldorf, 30 Prozent Hochtief, 20 Prozent Aer Rianta.

Die Gesellschafter haben sich ein gegenseitiges Vorkaufsrecht eingeräumt, wenn Anteile veräußert werden sollen. Die Stadtspitze und der Rat haben sich allerdings noch nicht zur Frage positioniert, wie sich Düsseldorf im Fall der Fälle verhält.

Die Fachleute der städtischen Beteiligungsverwaltung nehmen den Konsortialvertrag für den Flughafen derzeit unter die Lupe. Offen ist die Frage, ob das Vorkaufsrecht auch gilt, wenn die Anteile innerhalb eines Unternehmens verschoben werden. So oder so: Die Stadt, so ist im Rathaus zu hören, würde die Anteile vermutlich nicht behalten, sondern an einen strategischen Partner weiterveräußern.

Der Kampf um Hochtief kann schon im Mai Auswirkungen auf den Flughafen haben. Vorstände können mit Millionenabfindung kündigen oder unter Umständen entlassen werden.

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