Im neuen Control Center des Airports sollen Flüge künftig besser koordiniert werden.

Blick in die neue Schaltzentrale mit dem 16 Meter langen Bildschirm. 15 Menschen arbeiten hier.
Blick in die neue Schaltzentrale mit dem 16 Meter langen Bildschirm. 15 Menschen arbeiten hier.

Blick in die neue Schaltzentrale mit dem 16 Meter langen Bildschirm. 15 Menschen arbeiten hier.

Schaller

Blick in die neue Schaltzentrale mit dem 16 Meter langen Bildschirm. 15 Menschen arbeiten hier.

Düsseldorf. Nach zweijähriger Vorbereitungszeit ist Dienstag das Airport Control Center (ACC) am Flughafen Düsseldorf offiziell eingeweiht worden. In der Hightech-Schaltzentrale sitzen im Drei-Schichtbetrieb 15 Mitarbeiter des Flughafens, der Air Berlin und der Lufthansa (als den beiden größten Linien vor Ort), der Bundespolizei sowie der Abfertigungsunternehmen.

Sie sollen die Betreuung landender und startender Maschinen künftig besser koordinieren. „Wir werden dadurch die Pünktlichkeit erhöhen, aber auch unsere Ressourcen besser einteilen“, verspricht Flughafen-Chef Christoph Blume und sagt dadurch eine „zehn- bis zwanzigprozentige Kapazitätserhöhung“ voraus.

Optisches Herzstück der über drei Millionen Euro teuren Schaltzentrale ist eine 16 Meter lange Videoleinwand, auf der in der Mitte ein riesiges Radarbild zu sehen ist. Daneben werden Informationen über alle Flugbewegungen detailliert aufgelistet und aktualisiert. Ganz am Rand der Mega-Leinwand: Bilder vom Vorfeld und den Startbahnen des Flughafens (da ein Blick nach draußen nicht möglich ist) sowie aktuelle Nachrichtenbilder.

Europaweit werden die Flugdaten aktuell ausgetauscht

„Gefüttert“ wird die neue Zentrale unter anderem mit Daten, die aus europaweit am Flugbetrieb beteiligten Stellen gewonnen werden. Verspätungen an den Flughäfen sowie durch Streiks oder klimatischen Bedingungen im Flugraum können so frühzeitig eingeplant werden. „Vorher war es so, dass uns die Deutsche Flugsicherung ein landendes Flugzeug gemeldet hatte, wenn es beim Anflug 20 bis 30 Meilen entfernt war“, erläutert Michael Hanné, Leiter des Bereichs Operations. „Da haben wir unseren ersten Zeitstempel gesetzt.“ Will meinen: Erst dann wussten alle beteiligten, dass ihr Job am Boden in wenigen Minuten tatsächlich benötigt wird. Blume: „Alle waren in Hab-Acht-Position.“

Wartezeiten von Personal und blockiertes Material

Wartezeiten von Personal und blockiertes Material (wie Vorfeldbusse oder Gangways) waren die Folge – insbesondere bei Verspätungen. Jetzt können die ACC-Mitarbeiter veränderte Flugdaten rechtzeitig weitergeben. „Wir erhoffen uns, dass unser Personal flexibler eingeteilt werden kann“, so der Leiter des neuen Control Centers, Thomas Hansen. Tatsächlich beginne die Planungsphase jetzt bereits mit der Anfertigung des Flugplans am Startflughafen, eine weitere automatisierte Meldung erfolge im Moment des Abhebens und werde dann permanent während der Flugphase Richtung Düsseldorf aktualisiert.

Mit dem neuen Kontrollcenter ändern sich auch die Einflussbereiche: Die Flugsicherung kümmert sich künftig um jede Bewegung auf dem Rollfeld, um Schnittstellen aufzulösen.

Erste Tests hätten ergeben, dass Kapazitäten beispielsweise an den Brücken von sechs auf acht Abfertigungen in der selben Zeit gesteigert werden konnten. Zusätzliche Flugbewegungen seien nicht möglich. Blume: „Wir sind aufgrund unserer Genehmigung limitiert.“ Ziel sei vielmehr, Verspätungen in den Abendstunden zu vermeiden.

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