Mitarbeiter der Sicherheitsschleusen klagen über zu wenig Sauberkeit. Manchmal gebe es einen regelrechten „Staubregen“. Airport verspricht Besserung.

Mitarbeiter der Sicherheitsschleusen klagen über zu wenig Sauberkeit. Manchmal gebe es einen regelrechten „Staubregen“. Airport verspricht Besserung.
Dieses Bild wurde im Bereich der Sicherheitsschleusen aufgenommen – auf den Geräten liegen Staubmäuse.

Dieses Bild wurde im Bereich der Sicherheitsschleusen aufgenommen – auf den Geräten liegen Staubmäuse.

Die Flocken werden offenbar aus den Gitternetzdecken heruntergeweht, wo sich regelrechte Staubnester gebildet haben.

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Dieses Bild wurde im Bereich der Sicherheitsschleusen aufgenommen – auf den Geräten liegen Staubmäuse.

Düsseldorf. Gewiss, es gibt drängendere Probleme auf der Welt. Auch für den Flughafen. Der hofft auf eine Kapazitätserweiterung, das Verfahren läuft. Ein paar Staubmäuse im Terminal mögen da – auch im Wortsinne – nicht sonderlich ins Gewicht fallen. Aber wie so oft im Leben sind Probleme immer auch eine Frage der Perspektive. Und die Mitarbeiter an den Sicherheitsschleusen haben da eine ganz eigene Sicht auf den Dreck, der ihnen in unschöner Regelmäßigkeit auf den Kopf rieselt.

Denn im Flughafen gibt es ein Staub-Problem in bemerkenswertem Ausmaß. Konkret sammelt sich der Dreck in einer Gitternetzdecke. Fotos belegen, dass sich dort regelrechte Staubnester bilden. „Ein einfacher Luftzug reicht aus, damit das wie Schnee herunter rieselt“, berichtet ein Mitarbeiter aus dem Sicherheitsbereich, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. Grund sei, dass die Gitter „nicht regelmäßig“ gesäubert würden. Im Übrigen bestehe das Problem schon seit Jahren. „Aber bis heute hat sich nichts gebessert.“ Mittlerweile seien die Kollegen richtig sauer. „Man stirbt nicht an Staub, aber das ist doch trotzdem nicht gut für die Gesundheit.“ Zudem sei die Außenwirkung verheerend: „Wenn so ein Staubregen runterkommt, beschweren sich auch die Passagiere.“

Mitarbeiter der Sicherheitsschleusen klagen über zu wenig Sauberkeit. Manchmal gebe es einen regelrechten „Staubregen“. Airport verspricht Besserung.
Dieses Bild wurde im Bereich der Sicherheitsschleusen aufgenommen – auf den Geräten liegen Staubmäuse.

Dieses Bild wurde im Bereich der Sicherheitsschleusen aufgenommen – auf den Geräten liegen Staubmäuse.

Die Flocken werden offenbar aus den Gitternetzdecken heruntergeweht, wo sich regelrechte Staubnester gebildet haben.

Verdi, Bild 1 von 2

Die Flocken werden offenbar aus den Gitternetzdecken heruntergeweht, wo sich regelrechte Staubnester gebildet haben.

Inzwischen hat sich auch Verdi eingeschaltet. Laut Gewerkschaftssekretär Özay Tarim gibt es das Problem in allen drei Terminals. Die Firmen, bei denen die Mitarbeiter der Kontrollstellen angestellt sind, hätten das Thema bei der Flughafen-Verwaltung angesprochen – bisher allerdings ohne Ergebnis. Tarim: „Wir wünschen uns vernünftige Arbeitsbedingungen. Das ist ein Miss-Stand, der endlich mal korrigiert werden muss.“

Flughafen: Es handelt sich um „normale“ Staubbelastung

Flughafen-Sprecher Christian Hinkel bestätigt die Problematik: „In gewissen Abständen kann es leider tatsächlich zu dem geschilderten Zustand kommen. Es handelt sich hierbei aber um eine ,normale’ Staubbelastung, wie sie in allen Gebäuden vorkommt. An einigen Stellen im Terminal gibt es eine Art Gitternetzdecke. Auf dieser Konstruktion sammelt sich gerne Staub an. Bei Luftverwirbelungen kann dieser Staub dann runterfallen.“

Dass häufigeres Putzen das Problem beheben könnte, dämmert inzwischen auch den Verantwortlichen. Bislang liegt das Reinigungsintervall für die Gitternetzdecken bei einmal jährlich, „ansonsten auf Abruf“, wie der Flughafensprecher ergänzt. Die Beschwerde nehme man indes ernst: „Wir überlegen aktuell, die Reinigungsintervalle in diesen Bereichen zu erhöhen.“

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