Das 31. Internationale Straßenfest lockte am Samstag 20000 Menschen an.

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Große und kleine Besucher bestaunten die Flohmarkt-Stände.

Große und kleine Besucher bestaunten die Flohmarkt-Stände.

Bernd Schaller

Große und kleine Besucher bestaunten die Flohmarkt-Stände.

Düsseldorf. "Ich zahle einen Euro", ruft eine Frau und hält einen blauen Pulli hoch. "Gebongt", ruft der Vekäufer zurück. Statt Autos stehen auf der Flur-, Bruch-, und Schwelmer Straße Fahrräder neben Stofftieren, Puzzles neben den typischen alten Trödel-Schallplatten, altes Geschirr neben kitschigem Schmuck. Auf der Bühne ertönt Waschbrett-Sound aus Flingern von den "Fischgesichtern".

Es steht schon fest: Auch nächstes Jahr gibt’s das Straßenfest

Das 31. Internationale Straßenfest lockt am Samstag bei strahlendem Sonnenschein rund 20000 Menschen. Um sechs Uhr morgens bauen die ersten Trödler ihre Stände auf - und auch die ersten Schnäppchenjäger erscheinen. Mittags reihen sich dann stattliche 240 Stände auf den 1200 Metern hintereinander.

Und wesentlich mehr Schnäppchenjäger mit Errungenschaften drängen sich an ihnen vorbei, sitzen vor den Straßencafés und essen Backfisch oder trinken Caipirinha.

Andrea Noethen hält einen großen Sodawasser-Sprüher im Arm. Ihr Sohn Shannon (9) hat eine Anubis- Statue "original aus Ägypten" ergattert. Die Flingeranerin, die in der Nähe wohnt, ist seit dem ersten Straßenfest dabei: "Meine Eltern sind früher mit mir hier herumgeschlendert, nun komme ich mit meinem Sohn hierher." Ihr Fazit: "So ein Riesen-Fest direkt vor der Tür, das ist Luxus pur."

Auch Flingeraner Chris van Hooren ist nicht zum ersten Mal da. Er ist auf der Suche nach kleinen Raritäten und hält eine große Tüte in der Hand. Der Inhalt: "14DVDs für 20 Euro."

Außerdem noch ein Wasserkessel, ein altes Kartenspiel, eine rote Dose... "Hier wird noch richtig getrödelt", ist sich Gisela Bach von der Bürgerinitiative Flingern sicher. Die Initiative organisiert das Fest seit jeher. "Unser Straßenfest hat sich etabliert. Um den Termin zu erfahren, rufen mich Menschen von weit außerhalb der Stadtgrenzen schon im Frühjahr an."

Bereits jetzt sei klar, dass es auch im nächsten Jahr ein Internationales Straßenfest geben wird. Auch die Trödler sind zufrieden - mit der Resonanz und dem Verkauf. Trödlerin Eva Kamm baut seit 20 Jahren ihren Stand bei dem Straßenfest auf. "Seit Januar bangen wir, wie das Wetter wird. Und jetzt könnte es nicht schöner sein", sagt sie.

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