Die Fliegerbombe, die man bei Bauarbeiten entdeckte, wurde am Donnerstagabend entschärft.

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Im Gefahrenbereich A darf sich niemand aufhalten, weder im Freien, noch in geschlossenen Räumen. Im Gefahrenbereich B ist der Aufenthalt außerhalb von Gebäuden untersagt.

Im Gefahrenbereich A darf sich niemand aufhalten, weder im Freien, noch in geschlossenen Räumen. Im Gefahrenbereich B ist der Aufenthalt außerhalb von Gebäuden untersagt.

Stadt Düsseldorf

Im Gefahrenbereich A darf sich niemand aufhalten, weder im Freien, noch in geschlossenen Räumen. Im Gefahrenbereich B ist der Aufenthalt außerhalb von Gebäuden untersagt.

Düsseldorf-Golzheim. Eine bei Bauarbeiten in Düsseldorf-Golzheim gefundene amerikanische Fünf-Zentner-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg wurde am Donnerstagabend um 19.13 Uhr entschärft.

Für die Entschärfung mussten in einem Radius von 250 Metern um die Fundstelle 381 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Im Radius bis 500 Meter dufte sich während der Entschärfung niemand im Freien aufhalten. Davon sind weitere rund 3.297 Menschen betroffen gewesen. Im engeren Radius um den Ort der Entschärfung befinden sich mit dem Kennedydamm eine der zentralen zu- und abführenden Hauptverkehrsstraßen der Stadt. Der Kennedydamm wurde während der Entschärfung gesperrt; die unter dem Kennedydamm querende Uerdinger Straße/Johannstraße (in Richtung Theodor-Heuss-Brücke bzw. entgegengesetzt Mörsenbroich) musste hingegen nicht gesperrt werden und blieb frei befahrbar.

Polizei und Ordnungsamt sperrten die zuführenden Straßen ab 17.30 Uhr ab. Polizei und Stadt haben geraten, das Gebiet weiträumig zu umfahren. Die Rheinbahnlinien 721,722, 758, 729, 834 und SB 51 waren betroffen und wurden nach Angaben der Rheinbahn an der letzten Station vor der Sperrung gekappt. Eine Bahnlinie war von der Sperrung nicht betroffen.

Die Bombe wurde von Mitarbeitern des Kampfmittelbeseitigungsdienstes der Bezirksregierung Düsseldorf entschärft. Es waren Lautsprecherwagen unterwegs, um die betroffenen Bürger aufmerksam zu machen. Die Bombe war am Donnerstagmittag (19. Januar) entdeckt worden. Im inneren Radius 250 Meter um den Bombenfundort (Gefahrenzone A), der bis 17.30 Uhr vollständig geräumt wurde, befinden sich die Gebäude der Fachhochschule Düsseldorf. Das Gebäude wurden geräumt, der Unterricht für Donnerstag beendet.

Im äußeren Radius (Gefahrenzone B), der den Raum 500 Meter um den Fundort umfasst, wurden die Menschen gehalten, sich während der Zeit der Entschärfung in ihren Häusern und möglichst entfernt von Glasflächen aufzuhalten. Autos sollten nach Möglichkeit aus den Gefahrenzonen A und B weggefahren werden. Im Gefahrenbereich B liegen unter anderem das Radisson Blue Hotel und das Hilton Hotel, zudem die Grundschule an der Rolandstraße und der Kindergarten an der Kanonierstraße 30. Menschen, die in der Gefahrenzone A wohnen und beispielsweise wegen Bettlägerigkeit oder Behinderung ihre Wohnungen nicht selbst verlassen können, konnten den Transport über die Leitstelle der Feuerwehr unter der Rufnummer 19222 bestellen. Rollstühle, die mitgenommen werden mussten, konnten gemeldet werden.

Eine zentrale Betreuungsstelle wurde im Max-Planck-Gymnasium an der Koetschaustraße eingerichtet. Für diejenigen, die während der Evakuierungszeit eine Anlaufstelle brauchten, standen ab 16.30 Uhr die Räume der Schule offen. Die Betreuung wurde dort durch die Düsseldorfer Hilfsorganisatoren organisiert.

Die eigentliche Entschärfung war für 18.30 Uhr geplant. Das Gefahrentelefon der Stadt war bereits seit den Mittagsstunden unter der Rufnummer 3889 889 besetzt.

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