Die Freiwilligen Feuerwehren müssen sich ein Mal im Jahr einem Leistungstest unterziehen.

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Wie man sieht, kann das Zielschießen mit B- und C-Rohr bei einer Übung auch Spaß machen.

Wie man sieht, kann das Zielschießen mit B- und C-Rohr bei einer Übung auch Spaß machen.

Bernd Schaller

Wie man sieht, kann das Zielschießen mit B- und C-Rohr bei einer Übung auch Spaß machen.

Düsseldorf. "Puh, bei dem Wetter kommt man ordentlich ins Schwitzen", sagt Björn Schupp und wischt sich den Schweiß aus dem geröteten Gesicht. Gerade noch ist der junge Mann beim Leistungstest der Freiwilligen Feuerwehr mit voller Ausrüstung kreuz und quer über den Hindernisparcours auf dem Parkplatz der Schule am Grenzweg in Wittlaer gerannt. Bei sommerlichen Temperaturen kein reines Vergnügen.

Die Aufgabe: Material für einen Löschangriff zusammenbauen, mit dem Schlauch unterm Arm über Hindernisse klettern oder hindurchkriechen und dann das Feuer löschen. Den vermeintlichen Brand stellen rote Blechschilder dar, die mit einem Wasserstrahl umgeschossen werden müssen.

Das Ganze ist ein Wettrennen gegen die Zeit, für jeden Fehler gibt es Strafsekunden. Fast könnte man meinen, es handele sich dabei um die sommerliche Variante des winterlichen Biathlon, und doch hat die Übung einen ernsten Hintergrund: Ein Mal im Jahr müssen sich alle Freiwilligen Feuerwehren im Stadtgebiet einem Leistungstest unterziehen, der schonungslos alle Defizite aufzeigt. Dann muss nachgeschult werden, bis jeder Handgriff sitzt.

Denn die Freiwilligen Feuerwehren sind integraler Bestandteil der Düsseldorfer Feuerwehr, wie der städtische Branddirektor Christian Schlich sagt. "Ohne sie könnten wir unseren hohen Standard nicht halten", betont er. Gerade in ländlichen Bereichen könnte es dann länger dauern, bis Hilfe kommt.

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