Eine Rollstuhlfahrerin (74) und ein 59-Jähriger wurden von der Feuerwehr gerettet. Der Mann erlitt eine Rauchvergiftung.

Mit zwei Drehleitern bekämpfte die Feuerwehr das Feuer unter dem Dach an der Vennstraße.  Fotos (2): Gerhard Berger
Mit zwei Drehleitern bekämpfte die Feuerwehr das Feuer unter dem Dach an der Vennstraße. Fotos (2): Gerhard Berger

Mit zwei Drehleitern bekämpfte die Feuerwehr das Feuer unter dem Dach an der Vennstraße. Fotos (2): Gerhard Berger

Bis in die frühen Morgenstunden dauerte der Einsatz, noch am Vormittag wurden Glutnester gelöscht. Das Dach musste abgedeckt werden.

berger, gerhard, Bild 1 von 2

Mit zwei Drehleitern bekämpfte die Feuerwehr das Feuer unter dem Dach an der Vennstraße. Fotos (2): Gerhard Berger

Düsseldorf. Mehrere Anwohner der Vennstraße sind am Freitag am frühen Morgen von den Flammen aufgeschreckt worden, die aus dem Dach eines Reihenhauses schlugen. Mehrere Notrufe gleichzeitig erreichten gegen 5.57 Uhr die Feuerwehr. Diese rückte mit den Löschzügen der Wachen Gräulinger Straße und Werstener Feld aus. Auch die Löschgruppe Unterbach der Freiwilligen Feuerwehr wurde alarmiert.

Die meisten Bewohner hatten sich bereits selbst ins Freie gerettet, als die Einsatzkräfte an der Vennstraße eintrafen. Allerdings befanden sich noch eine 74-jährige Rollstuhlfahrerin und ein 59 Jahre alter Mann in dem brennenden Haus. Ein Atemschutztrupp drang in das Gebäude ein und befreite die beiden Bewohner. Auch das Nachbarhaus ließ der Einsatzleiter wegen der starken Rauchentwicklung vorsorglich räumen.

Von mehreren Seiten setzten die Feuerwehrleute Drehleitern ein, um das lichterloh brennende Dach zu löschen – und zu verhindern, dass die Flammen auch noch das Nachbarhaus erreichten. Dennoch dauerte es bis kurz vor 7 Uhr, bis der Brand erstickt war.

Der Sachschaden liegt bei rund 80 000 Euro

14 Menschen aus den beiden Häusern wurden während des Einsatzes im Feuerwehrbus betreut. Der 59-jährige Mieter hatte viel Brandrauch eingeatmet und wurde mit Vergiftungserscheinungen in die Druckkammer der Uni-Klinik transportiert. Die Rollstuhlfahrerin wurde im Gerresheimer Krankenhaus untergebracht. Auch für drei weitere Bewohner musste das Amt für soziale Sicherung eine Notunterkunft finden. „Das Dachgeschoss ist unbewohnbar“, sagt Heinz Engels von der Feuerwehr. „Aber auch in die anderen Stockwerke sickert jetzt das Löschwasser.“

Die Stadtwerke drehten die Gaszufuhr ab. Der Schaden liegt nach ersten Schätzungen bei rund 80 000 Euro. Die Kripo nahm noch am Freitag ihre Ermittlungen vor Ort auf. „Brandstiftung ist fast ausgeschlossen“, sagt Polizeisprecher Andreas Czogalla. Ein technischer Defekt als Ursache sei wahrscheinlich.

Brandrauch enthält Atemgifte, darunter Kohlenmonoxid, das die Sauerstoffbindung im Blut hemmt.

In der Druckkammer (Dekompressionskammer) atmet der Betroffene unter erhöhtem Druck reinen Sauerstoff.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer