Im Boui Boui Bilk überzeugten sich Probierwillige beim Street Food Festival von Qualität und Idee.

Catrin Millmann und Denis Ewald bereiten auf die Schnelle ein Menü namens „Dreigang“.
Catrin Millmann und Denis Ewald bereiten auf die Schnelle ein Menü namens „Dreigang“.

Catrin Millmann und Denis Ewald bereiten auf die Schnelle ein Menü namens „Dreigang“.

Melanie Zanin

Catrin Millmann und Denis Ewald bereiten auf die Schnelle ein Menü namens „Dreigang“.

Düsseldorf. Dass schnell zubereitetes, frisches Essen nichts mit klassischem Fastfood-Verständnis zu tun haben muss, bewies am Wochenende das erste Düsseldorfer Street Food Festival im Boui Boui Bilk an der Suitbertusstraße. Hobbyköche, eigens für das Festival zusammengeschlossene Kochgemeinschaften und erfahrene Küchen-Chefs luden die zahlreichen Besucher ein, an ihren Ständen ihre Art des schnellen Essens zu erleben.

Dabei überzeugte die Probierwilligen besonders die große Auswahl an kulinarischen Gerichten sowie der oftmals umgesetzte Gedanke einer gesunden und nachhaltigen Zubereitungsweise: Regionale Zutaten, klassische Gerichte wie beispielsweise Döner als vegetarische oder vegane Variante und möglichst gesunde Beilagen dominierten das Konzept der Stände.

Lieferservice bringt Paket samt Rezept zum Nachkochen

Die Idee kam an. „Ich musste bereits zweimal nachkochen, es läuft spitzenmäßig“, sagte Susanna Wiedeking vom Lieferservice Abendtüte, der seinen Kunden ein speziell auf ein Gericht abgestimmtes Lieferpaket mit Rezept zum Nachkochen anbietet. Auch Grafikdesignerin Catrin Millmann, die mit dem Designerkollektiv incmplt ihr erstes Essensprojekt „Dreigang“ in der ehemaligen Schraubenfabrik präsentierte, freute sich über das gute Feedback: „Wir sind der Meinung, dass man nicht ein Restaurant besuchen muss, um ein leckeres Drei-Gänge-Menü genießen zu können. Street Food und Veranstaltungen dieser Art zeigen, dass auch schnell und frisch zubereitetes Essen ein voller Genuss sein kann.“ Ihren Stand bauten die Freiberufler um Koch Denis Ewald aus Recycling-Materialien, der nachhaltige Gedanke sei „mittlerweile unumgehbar“. Stromausfälle und Engpässe beim Nachkochen machten sie zunächst nervös, aber der große Zulauf nahm der Kölnerin schnell die Sorgen.

Der Duft nach gebratenem Essen lockte auch Maria (20) und ihre Freundin Frida (19) ins Boui Boui: „Eigentlich hatten wir vor, heute selbst zu kochen, aber ein solches Event, bei dem man Ideen und Inspirationen vor die Nase gesetzt bekommt, bietet sich da natürlich an.“

Die lockere Atmosphäre und die Qualität des Essens entschädige auch für das 40-minütige Anstehen und den Eintrittspreis – zusätzlich zu den Kosten für die Gerichte. „Durch die Probiergrößen konnte man immer wieder etwas Neues kosten, aber für das nächste Mal sollte man sich überlegen, dass sechs Euro für drei Teigtaschen doch ein wenig viel sind, wenn man noch anderes ausprobieren will.“

Der aus südamerikanischen oder asiatischen Ländern bekannte Verkauf schnell zubereiteter Speisen definiert ein neues Verständnis vom traditionellen Fast Food: Märkte oder Festivals mit dem Schwerpunkt einer nachhaltigen und gesunden Ernährung feiern auch auf dem europäischen Genussmarkt ihren Erfolg. Die Darreichung ist meist so, dass man die Speisen sofort und ohne Besteck zu sich nehmen kann.

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