Das ZDF-Magazin startet das Jahr mit einem neu gestalteten Studio. Man will sich einem jüngeren Publikum anpassen.

Volle Kanne
Moderatorin Andrea Ballschuh ist seit 2011 wieder regelmäßig bei „Volle Kanne“ zu sehen.

Moderatorin Andrea Ballschuh ist seit 2011 wieder regelmäßig bei „Volle Kanne“ zu sehen.

Young David (DY)

Moderatorin Andrea Ballschuh ist seit 2011 wieder regelmäßig bei „Volle Kanne“ zu sehen.

Düsseldorf. Zum Jahresbeginn hat das ZDF–Magazin „Volle Kanne - Service täglich“ einen neuen Look bekommen. Dabei wird für den Zuschauer jetzt auch optisch gleich deutlich, wo die Sendung, die wochentags um 9.05 Uhr startet, seit mehr als zehn Jahren produziert wird. Nicht nur im Vorspann ist Düsseldorf gleich zu erkennen.

Durch „Fenster“, die den Eindruck vermitteln sollen, man könne aus dem Studio hinaus schauen, sind im Hintergrund etwa die Altstadt oder der Medienhafen zu sehen. Lokaler und jünger soll die Sendung wirken. So reagiere man auf das sich verändernde Publikum.

Im vergangenen Jahr sei der Marktanteil des Magazins insgesamt gestiegen, vor allem aber habe man jüngere Zuschauer dazu gewinnen können, sagt Nicole Schneider, stellvertretende Redaktionsleiterin.

„Endlich kann ich auf Sitzkissen verzichten! Dank der neuen Stühle bin ich nicht mehr einen ganzen Kopf kleiner als einige Gäste.“
Andrea Ballschuh, Moderatorin

Einige altbewährte Elemente dürfen aber bleiben. Der runde Frühstückstisch etwa sei nach wie vor Zentrum der Sendung. Mit natürlichen Materialien wie Holz soll Wärme erzeugt werden. Zuschauer, aber auch Gäste sollten sich wohlfühlen, schließlich sollen die Prominenten ja auch etwas über sich verraten.

In weniger als zwei Wochen wurde dem Magazin das neue Styling verpasst, deswegen habe man vor Weihnachten einige Sendungen aufgezeichnet, so Schneider. Normalerweise sei aber gerade der Live-Charakter wichtig, so Schneider. Durch neue Monitore im ganzen Studio wolle man den künftig noch unterstützen, zum Beispiel, um während der Sendung noch mehr Live-Schalten und Gespräche realisieren zu können. Man setze insgesamt stärker auf Aktuelles als früher.

Die Schwester von Barack Obama war schon zu Gast

Montag bis Freitag von 9.05 bis 10.30 Uhr ist die Live-Sendung im ZDF zu sehen. Damit ist sie die erste aktuelle Sendung des Tages im ZDF, wenn das Erste das von beiden Sendern im wöchentlichen Wechsel gestaltete Morgenmagazin ausstrahlt.

Das Format startete 1999 unter dem Namen „Volle Kanne, Susanne“, damals noch moderiert von Susanne Stichler.

Rund 13 Prozent Marktanteil erreicht das Magazin am Vormittag laut Redaktionsleitung. In Spitzenzeiten angeblich bis zu 17 Prozent.

Die letzte Veränderung der Sendung wurde 2008 vorgenommen. Als Markenzeichen gilt die Sonne.

Nicht ändern wolle man aber das grundsätzliche Konzept der Sendung. Man sei mit dem Format erfolgreich und daher zufrieden, sagt die stellvertretende Redaktionsleiterin.

In der Sendung sind regelmäßig nationale und internationale Stars zu Gast: 2010 war etwa die Schwester des US-Präsidenten Barack Obama Aumi extra für einen Besuch in der Sendung während einer Deutschland-Reise nach Düsseldorf gekommen. Schauspielerin Ursula Karven parlierte am Frühstückstisch ebenso wie Comedian Wigald Boning. Für diese Woche hat sich Schauspielerin Elena Uhlig angekündigt. Sie ist aus Filmen wie „Keinohrhasen“ bekannt.

Den drei Moderatoren, welche im Wechsel durch die Sendung führen, gefällt das neue Aussehen des Studios. Man habe mehr Platz dazu gewonnen und dadurch mehr Spielraum, meint Nadine Krüger.

Andrea Ballschuh, die schon vor zwei Jahren ihren festen Wohnsitz von Frankfurt nach Düsseldorf verlegt hat und damit voll in der Stadt angekommen ist, ist schon mit einer kleinen Veränderung sehr zufrieden: endlich bequemere Stühle. „Endlich kann ich auf Sitzkissen verzichten! Dank der neuen Stühle bin ich nicht mehr einen ganzen Kopf kleiner als einige Gäste.“

Ingo Nommsen, der schon seit 2000 als Moderator dabei ist, zeigt sich ebenfalls angetan von der Neuerung. Auch wenn man sich in einem neuen Studio erst einleben müsse. Zum Einstand hat der bereits seit mehr als zehn Jahren in Düsseldorf lebende Moderator gleich mal den neuen Herd eingeweiht, mit Rührei für seine beiden Kolleginnen. Denn zum Start in der neuen Kulisse gab es noch eine andere Besonderheit: Ausnahmsweise führten alle Moderatoren gemeinsam durch die Sendung.

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