Die Schwiegereltern wollten schlichten. 52-Jährige nach Notoperation in kritischem Zustand.

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Symbolfoto: Friso Gentsch

Düsseldorf. Dramatische Szenen spielten sich am Sonntag um 3.30 Uhr auf der Recklinghauser Straße in Rath ab. Als die Polizei eintraf, fanden die Beamten auf der Straße ein durch Messerstiche schwer verletztes Ehepaar. Mit Rettungswagen wurden die 52-jährige Frau und ihr neun Jahre älterer Mann ins Krankenhaus gebracht. Bald stellte sich heraus: Der eigene Schwiegersohn hatte das Paar mit einem Messer angegriffen. Der 30-Jährige stellte sich wenig später auf der Polizeiwache Mörsenbroich.

Mitten in der Nacht hatte bei dem Ehepaar das Telefon geklingelt. Die 27-jährige Tochter hatte nach einem heftigen Ehestreit um Hilfe gebeten. Die beiden fuhren nach Rath, um zu schlichten. Doch schon vor dem Wohnhaus eskalierte die Situation.

30-Jähriger hatte zunächst die Flucht ergriffen

Was genau auf der Straße passierte, ist noch unklar. Der 30-Jährige griff seine Schwiegereltern jedenfalls mit dem Messer an. Die 52-Jährige wurde dabei so schwer verletzt, dass ihr Zustand nach eine Notoperation weiterhin kritisch ist. Auch der 61-Jährige liegt mit Stichwunden im Krankenhaus.

Bevor die Polizei am Tatort eintraf, hatte der Schwiegersohn, der ebenfalls leichte Schnittverletzungen erlitt, zunächst die Flucht ergriffen. Als er sich auf der Polizeiwache stellte, wurde ein Alkohol-Test gemacht, der einen Wert von über einem Promille ergab.

Die 27-Jährige hat den Familienstreit äußerlich unverletzt überstanden, trug aber einen Schock davon. Die Polizei und der zuständige Staatsanwalt Matthias Ridder gehen von einem versuchten Tötungsdelikt aus. Darum wurde im Polizeipräsidium auch die Mordkommission „Recklinghauser“ eingerichtet. Der 30-Jährige soll heute dem Haftrichter vorgeführt werden.

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