Apothekerin soll Krankenkassen geprellt haben.

Düsseldorf. Eine Apothekerin soll mit manipulierten Rezepten die Kassen betrogen haben. Ihre eigenen Angestellten hatten dem Gesundheitsamt den angeblichen Betrug gemeldet. Durch die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ist ein Stammkunde, der Diabetiker Klaus J., ins Visier der Ermittler geraten.

Die Apothekerin soll Rezepte des 49-jährigen Diabetikers verändert haben: Aus sechs Packungen Insulin wurden zum Beispiel zwölf. Außerdem sollen bei den Kassen teure Medikamente abgerechnet worden sein, die nie bestellt waren.

Der Staatsanwalt warf dem Mann vor, er habe in 36 Fällen weniger Insulin geholt als auf den Rezepten vermerkt. Statt dessen soll er andere Medikamente, darunter Potenzmittel von der Apothekerin bekommen, und so der Krankenkasse geschadet haben.

Der 49-Jährige stritt das ab: Er habe alle Medikamente bezahlt. Die Apotheken-Mitarbeiterinnen konnten sich an keine konkreten Betrugs-Fälle erinnern. Der Richter sprach den Mann frei.

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