Die Betrüger sind aktuell so aktiv wie nie. In Düsseldorf haben Bürger 25 verdächtige Anrufe in wenigen Tagen gemeldet. Mit einfachen Tricks können sich Senioren schützen.

Betrüger aktiv wie nie. Bürger meldeten 25 verdächtige Anrufe in wenigen Tagen. Weitere Opfer gab es nach Polizeiangaben offenbar aber nicht.
Mit diesem Plakat warnt die Polizei vor ihren betrügerischen „Kollegen“. Doch die haben immer wieder mit der Masche Erfolg.

Mit diesem Plakat warnt die Polizei vor ihren betrügerischen „Kollegen“. Doch die haben immer wieder mit der Masche Erfolg.

dpa

Mit diesem Plakat warnt die Polizei vor ihren betrügerischen „Kollegen“. Doch die haben immer wieder mit der Masche Erfolg.

Düsseldorf. Es vergeht fast keine Woche ohne neue Opfer. Die verlieren oft ihr ganzes Vermögen, wenn sie auf die Tricks der falschen Polizisten hereinfallen. Doch die Betrüger, deren Hintermänner meist in Südosteuropa oder der Türkei sitzen, sind offenbar so aktiv wie nie zuvor. Innerhalb wenigen Tagen meldeten sich 25 Düsseldorfer bei der Polizei, die verdächtige Anrufe erhalten haben. „Zum Glück gibt bislang keine neuen Geschädigten“, sagt Polizeisprecherin Susanna Heusgen, „offenbar haben unsere Warnungen Erfolg gehabt und die Bürger sind sensibilisiert.“

In allen Fällen hatten die Täter mit der Düsseldorfer Vorwahl und dem Notruf „110“ angerufen. Heusgen: „Schon daran kann man erkennen, dass es sich um einen Fake handelt. Die Polizei ruft niemals mit der 110 an.“ Wer die Nummer auf dem Display sieht, soll am besten sofort den Hörer auflegen.

Rentner hatte sein Vermögen in der Mülltonne versteckt

Erst vor einer Woche hatten die Gangster zum letzten Mal Erfolg. Der Mann am anderen Ende gab sich als „Hauptkommissar Bach“ aus und bat die über 80 Jahre alte Rentnerin um Mithilfe. Man wolle einen Mitarbeiter ihrer Hausbank überführen, der angeblich mit Falschgeld operieren würde. Die alte Dame holte tatsächlich bei ihrer Bank mehrere tausend Euro ab. Das Geld wurde wenig später von einem Komplizen abgeholt.

Noch erheblich größer war der Schaden bei einem 82 Jahre alten Senior Ende März. Der falsche Polizist überzeugte den Rentner am Telefon davon, sein ganzes Bargeld und den Schmuck in der Mülltonne vor dem Haus zu verstecken. Der Mann verlor dabei sein komplettes Vermögen im Wert von mehreren zehntausend Euro.

Richtige Polizisten fragen nicht nach dem Vermögen

Dabei sei es sehr einfach, die Betrüger zu erkennen: „Wenn die Polizei anruft, fragen wir niemals nach den Vermögenswerten. Das tun die Betrüger aber immer. Und wir würden niemals Angst schüren und behaupten, dass Bürger bald Opfer eines Verbrechens werden könnten.“ Völlig ausgeschlossen ist, dass man Wertsachen bei der Polizei deponieren kann.

Trotz aller Warnungen haben die Banden mit ihren Tricks immer wieder Erfolg: „Sie bauen eine Mischung aus Angst und Druck auf. Teilweise dauern die Telefonate mehrere Stunden, damit die Opfer gar keine Zeit haben, mit Vertrauenspersonen zu reden.“ Es gebe auch Senioren, die man mit Warnungen nicht mehr erreiche: „Familie, Freunde und Nachbarn sollten wachsam sein und uns informieren.“

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