In Düsseldorf gibt es weit mehr Neugründungen als Aufgaben. Gute Idee und Planung sind das A und O.

Für Existenzgründer in spe gibt es viele Beratungsangebote. Wichtig ist ein guter Business-Plan.
Für Existenzgründer in spe gibt es viele Beratungsangebote. Wichtig ist ein guter Business-Plan.

Für Existenzgründer in spe gibt es viele Beratungsangebote. Wichtig ist ein guter Business-Plan.

dpa

Für Existenzgründer in spe gibt es viele Beratungsangebote. Wichtig ist ein guter Business-Plan.

Düsseldorf. In Düsseldorf gründen sich besonders viele Unternehmen neu. Und die Neugründungen liegen deutlich über den Aufgaben. Das sind die zentralen Aussagen des ersten Gründerreports, den die Industrie- und Handelskammer (IHK) gestern vorstellte.

"Wir haben in den letzten acht Jahren fast 59.000 Neugründungen registriert und 46.500 vollständige Aufgaben. Das ist ein sehr positiver Saldo, der zudem deutlich über dem Landesschnitt liegt", bilanzierte IHK-Hauptgeschäftsführer Udo Siepmann.

Vor allem ist nur eine Minderheit der neu gegründeten Unternehmen der Pleite geweiht. Laut IHK sind nach fünf Jahren immerhin noch 60 Prozent der Gründungen am Markt.

Reine Notgründungen haben keine guten Überlebenschancen

Die typische Gründerperson ist männlich, 30 bis 45 Jahre alt und Bezieher von Arbeitslosengeld I. Allerdings, so Siepmann, wächst der Anteil der Frauen (derzeit: 33 Prozent) und der Älteren (50 plus).

Auffallend ist, dass Konjunktur und Drang in die Selbständigkeit auseinanderklaffen: je schlechter die Wirtschaftslage, desto größer das Interesse an der Gründung eines eigenen Unternehmens und umgekehrt. Das hat natürlich auch finanzielle Gründe, denn Arbeitslose können monatelang einen Gründungszuschuss der Arbeitsagentur beziehen. Dafür aber muss man eine Beratung absolviert haben und eine Bescheinigung vorlegen.

Wer sich in Düsseldorf selbstständig machen will, findet schon seit Jahren Rat und beim Existenzgründungsnetzwerk. Beteiligt sind u.a. die Agentur für Arbeit, Stadt, IHK, Handwerkskammer (HWK), Sparkassen, Branchenverbände wie die Dehoga, Heine-Uni und Fachhochschule.

Einmal im Monat bieten IHK und HWK in ihren Startercentern kostenlose Info-Nachmittage zur ersten Orientierung an. Bei der IHK ist der nächste am 1. Juni um 14 Uhr, bei der HWK am 15.6., 14 Uhr. Informationen und Anmeldung unter Telefon 3557-360 (IHK) und 8795-333 (HWK).

Reine "Notgründungen" indes haben selten gute Aussichten. "Eine positive Motivation ist sehr wichtig, man muss sich schon wirklich selbständig machen wollen", sagt Nikolaus Paffenholz von der IHK.

Und dann hängt viel von der Güte der Idee und der Vorbereitung ab. Siepmann nennt drei Grundbedingungen: "Man muss die richtige Zielgruppe im Visier haben, seine Anlaufkosten - bevor der erste Euro in die Kasse kommt - richtig einschätzen und ein solides Finanzierungskonzept haben." Als größter "Killer" erweise sich oft mangelndes Startkapital.

Bei einem Drittel der in den Startercentern geführten Beratungsgespräche wird eine Gründung im Dienstleistungssektor angestrebt, dahinter rangieren Handwerk (28%), Handel (14%), Freie Berufe (10%) und Gastronomie (6%). Nach wie vor spielen auch Franchise-Unternehmen (bekannte Lizenzgeber sind z.B. Kamps, McDonald’s oder Obi) eine wichtige Rolle.

Nur jeder Zehnte strebt die Übernahme eines Betriebes an. Obschon das oft gute Chancen mit sich bringt. Siepmann: "In vielen Familienunternehmen fehlt der Nachwuchs. Wenn man als bisheriger Angestellter auf dem Gebiet Berufserfahrung hat, kann ein Kauf sehr lukrativ sein, denn man verfügt zum Beispiel gleich über einen Kundenstamm."

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