Die diesjährige Preisträgerin der Leipziger Buchmesse und des Düsseldorfer Literaturpreises Esther Kisnky ist heute zu Gast im Heine-Haus. Im Rahmen der Reihe „Neue deutsche Literatur“ wird die Schriftstellerin aus ihrem Roman Hain lesen. Die namenlose Protagonistin in Esther Kinskys Werk bezieht mitten im unwirtlichen Winter für mehrere Monate ein Haus in Olevano unweit von Rom und unternimmt drei Reisen. Alle drei führen siedurch Italien, doch nicht an die bekannten, im Kunstführer verzeichneten Orte, nicht nach Rom, Florenz oder Siena, sondern in abseitige Landstriche und Gegenden - nach Olevano Romano etwa, eine Kleinstadt in den Hügeln nordöstlich der italienschen Hauptstadt gelegen, oder in die Lagunenlandschaft im Delta des Po, halb von Vögeln beherrschte Wasserwelt, halb dem Wasser abgetrotztes Ackerland. Zwischen den Geländeerkundungen im Gebirge und in der Ebene führt die dritte Reise die Erzählerin zurück in ihre Kindheit. Wie bruchstückhafte Filmsequenzen tauchen die Erinnerungen an zahlreiche Fahrten durch das Italien der 70er Jahre auf, dominiert von der Figur des Vaters. (Foto: Tobias Bohm) Heine Haus, Bolkerstraße 53. Heute, 12. Juni, um 19.30 Uhr. Eintritt 10 Euro.

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