Die Jonges haben am Dienstag (12.5.) ihr neues Domizil in Besitz genommen. Vorerst ist es allerdings noch ein Provisorium.

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Aus allen Nähten platzte am Dienstag (12.5.) der neue Bürgersaal bei der ersten Veranstaltung der Düsseldorfer Jonges.

Aus allen Nähten platzte am Dienstag (12.5.) der neue Bürgersaal bei der ersten Veranstaltung der Düsseldorfer Jonges.

Jürgen Dehniger

Aus allen Nähten platzte am Dienstag (12.5.) der neue Bürgersaal bei der ersten Veranstaltung der Düsseldorfer Jonges.

Düsseldorf. Für die Düsseldorfer Jonges war es am Dienstagabend fast wie Weihnachten. Viele Jahre hatten sie auf ihr neues Domizil in der Altstadt gewartet, nun durften die Heimatfreunde den Bürgersaal endlich einweihen.

Beim Abend für das konsularische Korps freute sich Jonges-Baas Gerd Welchering über die große Resonanz, denn der Saal platzte aus allen Nähten. Schon lange vor Beginn der Veranstaltung trafen die ersten neugierigen Jonges ein, um sich in Ruhe alles anzuschauen.

Die Düsseldorfer Jonges haben endlich wieder ein Zuhause

"Der Saal ist sehr schön luftig. Ganz anders als das Kolping-Haus", war Helmut Cornelius begeistert, "hier kann man auch den ganzen Abend angenehm verbringen. Nun bin ich auf die Akustik gespannt."

Voll des Lobes war auch Dieter Ziob: "Der Saal ist dem größten europäischen Heimatverein angemessen. Wir haben endlich wieder ein Zuhause in der Altstadt. Darauf haben wir viele Jahre warten müssen."

Die ersten Mängel wurden aber auch schon beklagt, denn die fünf Treppenstufen in den Saal waren für einige Heimatfreunde unüberwindlich - sie mussten getragen werden. "Einen behindertengerechten Zugang kann man schon erwarten", kritisierte Helmut Grass. Vielleicht habe man den ja nur noch nicht gefunden.

850 Quadratmeter ist der neue Bürgersaal an der Ratinger Straße groß. Darüber befinden sich außerdem rund 2340 Quadratmeter Büroflächen, die schon komplett vermietet sind. Die CDU-Kreisgeschäftsstelle ist bereits eingezogen, ein Wirtschaftsprüfer folgt.

Hauptnutzer des neuen Saals werden die Düsseldorfer Jonges sein. Ihnen stehen 510 Plätze zur Verfügung, erheblich mehr als im Kolping-Haus, das fast 20 Jahre lang als Provisorium genutzt wurde. Die Heimatfreunde werden etwa 50 Veranstaltungen pro Jahr in ihrem neuen Domizil durchführen.

Eigentlich heißt der neue Bürger-Treff Henkel-Saal, denn das Unternehmen hat eine Stiftung eingerichtet, damit Vereine den Raum für mindestens 100 Veranstaltungen im Jahr kostenlos nutzen können. Vor allem aus dem Karneval gibt es bereits zahlreiche Anfragen. Was es kostet, den Saal ganz normal anzumieten, steht noch nicht fest.

Zum Bürgersaal gehört auch die Gastronomie "Bohème", die allerdings noch nicht fertig ist. Der Name soll an die napoleonische Zeit erinnern, als sich Dichter, Maler und Literaten in den Brauhäusern und Kaschemmen in der Altstadt amüsierten.

Allerdings fand das Ganze noch in einem Provisorium statt. Denn die Gastronomie hinkt erheblich hinterher. Da die Küche noch nicht funktioniert, mussten sich die Heimatfreunde mit Häppchen zufrieden geben. Immerhin gab es kaltes Bier.

Eigentlich sollte der Bürgersaal schon Mitte Mai mit einer Festwoche eröffnet werden. "Die haben wir jetzt auf Juni verschoben", erklärte Marianne Kock, Pressesprecherin der Schlösser-Brauerei, "wir hoffen, dass es nicht noch weitere technische Probleme gibt."

Allerdings wird der Bürgersaal schon zur Jazz Rally vom 29. bis 31. Mai gebraucht. Denn dort werden im Rahmen des Festivals die polnische Sängerin Anna Maria Jopek, Echo-Preisträger Hellmut Hattler und der Saxofonist Alan Skidmore auftreten.

Obwohl der Saal ohne Bestuhlung wesentlich mehr Publikum aufnehmen könnte, dürfen jeweils nur 500 Jazz-Fans zu den Konzerten kommen - wegen des Brandschutzes.

© WhatsBroadcast

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