Alexander Esch
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Sergej Lepke

Alexander Esch

Es scheint auf den ersten Blick paradox: In einer kaum von Ausländern bewohnten Stadt wie Dresden, schafft es eine nationalistische Bewegung wie Pegida hohe Wellen zu schlagen. In einer zunehmend international geprägten Stadt wie Düsseldorf hatte Dügida dagegen keine Chance. Es wäre nun sicher zu einfach, ein Ost-West-Schema als Erklärungsmuster anzulegen. Nach dem Motto: Westdeutsche Städte wie Düsseldorf sind eben schon länger an Einwanderung gewöhnt. Denn die politische Kraft der Fremdenfeindlichkeit feiert auch in anderen Ländern Europas und sogar dem Einwanderungsland schlechthin Amerika ungeahnte Erfolge. Nährboden dafür sind vor allem soziale Bedingungen vor Ort – und die sind etwa im Osten Deutschlands durchschnittlich tatsächlich deutlich schlechter als im Westen.

Paradox ist in dieser Situation natürlich der Ruf nach mehr Abschottung. Denn das Beispiel Düsseldorf zeigt eines sehr deutlich: gerade in Zeiten einer globalisierten Ökonomie ist Internationalität ein Erfolgsrezept für die Stadt. Wirtschaftlich, aber auch in Bezug auf die Lebensqualität.

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