Juliane Kinast
Juliane Kinast

Juliane Kinast

Judith Michaelis

Juliane Kinast

Düsseldorf. Wer glaubt, die Drogenszene vom Hauptbahnhof vertreiben, Düsseldorf gar zur drogenfreien Stadt machen zu können, der ist weltfremd. In dem Viertel ist immer gedealt worden – und so wird es auch bleiben. Dagegen kann die Polizei nur in Maßen etwas tun. So lange es Menschen gibt, die ihren Stoff so dringend brauchen, wird es auch Menschen geben, die ihn verkaufen. Und das sicher nicht für die Öffentlichkeit genehm am grünen Stadtrand. Sondern dort, wo die Konsumenten einfach hingelangen. Was die Ordnungsbehörden und die Stadt allerdings tun können, ist, die Auswirkungen dieses florierenden Geschäfts auf die Menschen, die in dem Viertel leben oder legal arbeiten, so gering wie möglich zu halten. Ruhestörung, Wildpinkeln, Vandalismus, Pöbeleien. Dass die Dealer gerade offenbar nicht das Gefühl haben, sich verstecken zu müssen, ist keine gute Entwicklung. Ihnen gegenüber steht die zuständige Polizeiinspektion Mitte, die gleichzeitig bitte schön Einbrüche bekämpfen, Klein-Marokko und die Altstadt befrieden soll. Und ein Ordnungsdienst mit diversen unbesetzten Stellen. Höchst diffizil.

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