An der Heidelberger Straße werden jetzt die Büsche abgeholzt, ein erster Schritt für die neue Sportanlage.

Eller
Fabrice Correa hält auch zehn Jahre nach der ersten Diskussion am Skaterpark in Eller fest und trommelt Freunde zusammen. Archiv

Fabrice Correa hält auch zehn Jahre nach der ersten Diskussion am Skaterpark in Eller fest und trommelt Freunde zusammen. Archiv

Bereiche mit Rampen und Hindernissen: So soll die neue Skateranlage in Eller aussehen. Simulation (Archiv): Stadt

Bernd Schaller, Bild 1 von 2

Fabrice Correa hält auch zehn Jahre nach der ersten Diskussion am Skaterpark in Eller fest und trommelt Freunde zusammen. Archiv

Düsseldorf. Mit dem Skaterpark Eller geht es nach zehn Jahren voller Vertröstungen und Versprechungen tatsächlich los. Fabrice Correa von den Skateboard-Fans hat diesmal allen Grund zur Zuversicht. Was ihn besonders freut, ist das Ergebnis der Ausschreibungen. Tatsächlich erhält der seiner Meinung nach beste Spezialist, die Firma Minus Ramps aus dem kleinen Ort Gusborn, den Zuschlag. „Sie agiert europaweit. Nun kann man sich darauf verlassen, dass es tatsächlich auch so wird, wie wir es uns wünschen“, sagt Correa im WZ-Gespräch.

Jugendamtsleiter Johannes Horn, der die Anlage an der Heidelberger Straße zur Chefsache gemacht hat, gibt als Termin für den Start Ende Januar oder Anfang Februar an. Als Erstes wird das Gelände von den vielen Büschen und vom Gestrüpp befreit. Hier ist Tempo gefragt. Denn wenn der Rückschnitt nicht bald erfolgt, nisten dort die Vögel. Dann könnte nicht mehr gebaut werden. 

Als zweiten Schritt nennt Johannes Horn den Tiefbau. Hier geht es um den Beton, aber auch um die Drainage für den Wasserablauf. Diese Arbeiten sind von der Temperatur abhängig. Bei Frost könnten sie nicht durchgeführt werden.

Die dritte Etappe beim Arbeitsablauf gilt der Flutlichtanlage, denn es müssen die elektrischen Kabel verlegt sein, bevor die eigentliche Gestaltung der Anlage mitsamt den Rampen beginnt.

Es geht um die Bowl-Landschaft, den Flow-Street-Park, die Anlage für die Kids und für die BMX-Fahrer. Nach Auskunft von Correa sind die Bowls, also die Schüsseln, für die Fortgeschrittenen unter den Sportlern am tiefsten gelegen. Dort werden auch die Halfpipes installiert. Der Flow-Bereich ist viel flacher, er ist für alle Schwierigkeitsgrade gedacht. Zur Heidelberger Straße hin orientiert sich der sogenannte Street-Bereich, er wird mit Treppen und einem Geländer versehen. Die Anfänger erhalten ihren eigenen Kids-Bereich.

Die BMX-Fahrer spielen für Fabrice Correa keine allzu große Rolle: „Als wir die Initiative vor zehn Jahren starteten, haben wir einen BMX-Park mit bedacht. Aber in der Vergangenheit waren es die Skateboarder, die das Projekt vorangetrieben haben. Wir wollen die BMXler nicht ausschließen und ihnen den Betrieb an bestimmten Tagen oder für bestimmte Stunden frei geben.“

Correa und seine Freunde fingen einst mit einer Initiative an und gründeten dann einen Verein. Aber als sich das Projekt von einem Jahr zum anderen hinzog, sind viele Mitglieder frustriert davongelaufen. Sie sahen keinen Sinn mehr darin, den Verein aufrechtzuerhalten. Inzwischen bildet Correa abermals eine Initiative, die sich wie der einstige Verein Skaidboard nennt, aber kein Verein mehr ist.

Eine freudige Nachricht hat Johannes Horn: „Es bleibt bei den Herstellungskosten von 1,8 Millionen Euro.“ Was die Sponsoren angeht, hält er sich immer noch etwas bedeckt, nennt aber die Stadtwerke für das Flutlicht. Auch die Stadtsparkasse ist weiterhin im Boot. Die Firma Redbull scheint gleichfalls noch nicht abgesprungen zu sein.

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