Noch leben Hauswächter in dem Gebäude. Doch es gibt Interessenten, erste Gespräche sind schon gelaufen.

Der letzte Pächter hat das Haus Kolvenbach 2011 verlassen, möglicherweise ist bald ein neuer in Sicht.
Der letzte Pächter hat das Haus Kolvenbach 2011 verlassen, möglicherweise ist bald ein neuer in Sicht.

Der letzte Pächter hat das Haus Kolvenbach 2011 verlassen, möglicherweise ist bald ein neuer in Sicht.

Melanie Zanin

Der letzte Pächter hat das Haus Kolvenbach 2011 verlassen, möglicherweise ist bald ein neuer in Sicht.

Düsseldorf. Als Ausflugsziel war das Haus Kolvenbach im Südpark viele Jahrzehnte eine feste Adresse. Doch seit der letzte Pächter Ende 2011 auszog, entwickelte sich das Gebäude zum Problemfall, stand drei Jahre komplett leer. Statt Mieteinnahmen zu kassieren, musste die Stadt als Eigentümer Geld für eine Sicherheitsfirma zahlen, um den Leerstand vor Vandalismus zu schützen.

Die Suche nach einem neuen Pächter stockte, aus der Bezirksvertretung hagelte es Kritik und den Vorwurf der Steuerverschwendung. Ende vergangenen Jahres fand die Stadt dann eine Zwischenlösung: Seitdem leben zwei Studenten als „Hauswächter“ auf dem knapp 2000 Quadratmeter großen Grundstück.

Das Hauswächter-Modell als vorübergehende Lösung

Lediglich 188 Euro Verwaltungsgebühr zahlen sie im Monat, passen im Gegenzug auf die Immobilie auf. „Wir sind mit der Zwischenlösung sehr zufrieden, alles klappt reibungslos“, sagt ein Stadtsprecher. Auch für andere Standorte wäre das Modell denkbar, konkrete Pläne gebe es derzeit aber nicht.

Die zuständige Bezirksvertretung 3 (u.a. Bilk, Friedrichstadt) lobt das Hauswächter-Modell. „Das ist die momentan beste Lösung“, sagt Bezirksvorsteher Walter Schmidt (CDU). SPD-Sprecher Gerd Deihle betont die wirtschaftlichen Vorteile von Hauswächtern gegenüber Sicherheitsfirma, sagt aber auch: „Das kann nur eine vorübergehende Lösung sein.“

Und tatsächlich gibt es derzeit einen potenziellen Interessenten, der das Gebäude am Stoffeler Kapellenweg mit Gastronomie langfristig neu beleben will. „Wir stehen derzeit in Verhandlungen“, bestätigt ein Stadtsprecher. Bezirksvorsteher Walter Schmidt kennt jenen Investor persönlich, traf ihn noch am Wochenende beim Schützenfest in Oberbilk. „Ich bin zuversichtlich, dass es dort nächstes Jahr wieder brummen wird.“

Für Vereine und Events: Ein großer Saal mit 400 Plätzen

Das Gebäude im Südpark wurde im Jahr 1880 erbaut. Der letzte Pächter war bis Ende 2001 die Tanzschule Reichelt.

Nach einer umfassenden Sanierung, die im Winter durchgeführt werden soll, steht demnach der 30. April samt Tanz-in-den-Mai-Feier als möglicher Stichtag für die Wiedereröffnung im Raum - unterschrieben ist zwar noch nichts, der Investor habe aber „sehr ernste Absichten“, weiß Gerd Deihle (SPD), der die Pläne begrüßt. „Davon würden auch viele Vereine im Bezirk profitieren, die auf der Suche nach größeren Räumlichkeiten oft in andere Stadtteile ausweichen müssen.“

Im Gebäude am Südpark könnte ein großer Saal mit bis zu 400 Plätzen diese Lücke schließen, hofft Deihle. Der könnte auch für Hochzeiten und andere Events genutzt werden, auch ein Biergarten ist im Gespräch.

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