Bauarbeiten für die lang ersehnte Trasse in Rath haben begonnen. Die Kosten von 30 Millionen Euro trägt die Stadt allein.

Bauarbeiten für die lang ersehnte Trasse in Rath haben begonnen. Die Kosten von 30 Millionen Euro trägt die Stadt allein.
Amtsleiterin Andrea Blome, Dezernent Stephan Keller, OB Thomas Geisel und Rheinbahn-Chef Michael Clausecker (v.l.) gestern am Dome.

Amtsleiterin Andrea Blome, Dezernent Stephan Keller, OB Thomas Geisel und Rheinbahn-Chef Michael Clausecker (v.l.) gestern am Dome.

Amtsleiterin Andrea Blome, Dezernent Stephan Keller, OB Thomas Geisel und Rheinbahn-Chef Michael Clausecker (v.l.) gestern am Dome.

Lepke, Bild 1 von 2

Amtsleiterin Andrea Blome, Dezernent Stephan Keller, OB Thomas Geisel und Rheinbahn-Chef Michael Clausecker (v.l.) gestern am Dome.

Düsseldorf. Nachdem es bislang unendlich lange gedauert hat, soll jetzt alles ganz schnell gehen: Ende 2017 soll die Straßenbahnanbindung des Rather Domes und des Gewerbegebietes Theodorstraße fertig sein. Dann fährt die Linie 701 auf einer 2,2 Kilo Meter langen neuen Trasse – wenn alles glatt läuft.

Gestern war offizieller Baustart in Rath, tatsächlich laufen die ersten Rodungs- und Abbrucharbeiten am Rather S-Bahnhof bereits. Dort an der Gleisschleife zweigt die neue Trasse ab, verläuft dann über den Platz parallel zu den Gewerbegebäuden auf die Wahlerstraße . Danach geht es links herum auf die Theodorstraße, wo die Bahnen auf einem separaten Gleiskörper in der Mitte der vierspurigen Straße fahren. Im Knotenpunkt von Theodorstraße, Am Hülserhof und Am Röhrenwerk schwenkt die Trasse gen Süden in die Wendeschleife der Endstation ein. Es werden drei neue, barrierefreie Haltestellen eingerichtet: „Wahlerstraße“, „ISS Dome“ und „Am Hülserhof“.

Bahn bindet den Dome und das wachsende Gewerbegebiet an

Von einem „sehr erfreulichen Ereignis, auf dass wir lange gewartet haben“, sprach OB Thomas Geisel und erinnerte daran, dass schon Ende der 90er-Jahre erste Vorüberlegungen für die Verlängerung der Bahn begannen. Zuletzt hatte sich der Eigentümer eines Grundstückes, über das die Trasse führt, hartnäckig gegen die Pläne gesperrt, Anfang 2015 gelang dann die „Zähmung des Widerspenstigen“ (Geisel).

OB und Verkehrsdezernent Stephan Keller betonten, dass die Bahnverlängerung natürlich, aber bei weitem nicht nur für die DEG-Fans gedacht ist. Sondern dass sich die 30-Millionen-Euro-Investition, die die Stadt alleine zu stemmen hat, auch mit der besseren ÖPNV-Anbindung des expandierenden Gewerbegebietes rund um die Theodorstraße rechtfertigen lässt. Wie berichtet, kommt da als nächstes ein großes Möbelhaus hinzu.

Keller erinnerte daran, dass ursprünglich die U71 verlängert werden sollte, auf Wunsch der Rather Bezirksvertretung wurde dann aber die 701 aufgewertet. Die Rheinbahn erhofft sich viele neue Fahrgäste durch den längeren Ast. Beim Bau ist das Unternehmen für Gleise, Elektrifizierung und Weichen (aus eigener Produktion) verantwortlich. Vorstandschef Michael Clausecker hofft auf schnelle Umsetzung: „Dafür haben wir mit der Stadt eine optimierte Bauabwicklung ausgetüftelt.“

Die Verlängerung der 701 stand bereits 1997 im 1. Nahverkehrsplan der Stadt als Planungsprojekt für die Zeit nach 2002. Unter OB Erwin war dann angestrebt worden, die Trasse zeitgleich oder -nah zur Eröffnung des Domes zu realisieren. Im September 2006 wurde das Planfeststellungsverfahren eingeleitet. Es dauerte laut Stadt so lange, weil Grundstücksfragen „nicht hinreichend vorgeklärt wurden“ und sich die Verhandlungen infolgedessen langwierig hinzogen.

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