Titus Jacobs hofft auf eine Rückkehr an die Königsallee. Das Verhalten des DEG-Chefs nennt er link und hinterhältig.

Die Eisbahn stand vermutlich zum letzten Mal hinter dem Kö-Bogen. Archiv
Die Eisbahn stand vermutlich zum letzten Mal hinter dem Kö-Bogen. Archiv

Die Eisbahn stand vermutlich zum letzten Mal hinter dem Kö-Bogen. Archiv

Die Eisbahn stand vermutlich zum letzten Mal hinter dem Kö-Bogen. Archiv

DMT, Bild 1 von 2

Die Eisbahn stand vermutlich zum letzten Mal hinter dem Kö-Bogen. Archiv

Düsseldorf. Wer am Kö-Bogen bei Breuninger vorbeispaziert, macht spätestens bei den letzten beiden Tannenbäumen kehrt, die am Seiteneingang stehen. Dass danach noch etwas kommen könnte, was einen Besuch in Düsseldorf lohnt, das wissen nur Ortskundige.

Spätestens seitdem der Weihnachtsmarkt abgebaut ist, fristet die Eisbahn dort ein Dornröschen-Dasein. Trotzdem ist Titus Jacobs, der Einheimische und Touristen seit 16 Jahren aufs Glatteis führt, mit der Saison zufrieden: „Wir haben sogar etwa zehn Prozent Zuwachs. Rund 25.000 Besucher werden bis zum Sonntag da gewesen sein.“ Dann verabschieden sich Eisbahn und Hüttenzauber in eine ungewisse Zukunft.

Darüber wird am 20. Januar im Rathaus entschieden. Denn an dem Tag werden Jacobs und sein Hauptsponsor Karl-Heinz Gatzweiler bei Oberbürgermeister Thomas Geisel ihr Konzept für eine Rückkehr an die Königsallee im nächsten Jahr vorstellen. Am gleichen Tag werden dort auch Michael Staade, der Vorsitzende des DEG-Stammvereins, und Schausteller-König Oscar Bruch erwartet, die ebenfalls eine Winterwelt auf dem Corneliusplatz errichten wollen. Allerdings mit 1700 Quadratmetern mehr als doppelt so groß wie die geplante Eisbahn von Jacobs.

Nach zwei Umzügen war die Rückkehr angeblich versprochen

Für Jacobs war es eine böse Überraschung, dass er plötzlich Konkurrenz bekam: „Ich arbeite seit 16 Jahren mit der DEG zusammen. Auch zu den Zeiten, als es dem Verein sehr schlecht ging. Ich hätte erwartet, dass man zumindest mit mir redet. Das Verhalten finde ich link und hinterhältig.“

Im Jahr 1999 hatte Titus Jacobs zum ersten Mal seine Eisbahn an der Königsallee aufgebaut. Mit dem Start der Großbaustelle musste er auf den Gustaf-Gründgens-Platz umziehen: „Der Weihnachtsmarkt dort war damals tot. Mit der Eisbahn kam dort Leben hinein.“

Der verstorbene Oberbürgermeister Joachim Erwin habe damals versprochen, dass er nach dem Ende der Bauarbeiten auf den Corneliusplatz zurückkehren könne.

Vor zwei Jahren dann der nächste Umzug an den Kö-Bogen. Die Eisfläche musste auf 200 Quadratmeter halbiert werden, auch der Hüttenzauber fiel zwei Nummern kleiner aus. Jacobs möchte im nächsten Jahr mit einer wesentlich größeren Eisfläche von 450 Quadratmetern an die Königsallee zurückkehren: „Und mit einer Almhütte, die zwei Etagen hat.“

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