Sonntag geht es zum letzten Mal aufs Eis. Für Titus Jacobs war es das beste Jahr. Die Zukunft ist ungewiss.

Abschied
Noch bis Sonntagabend ist die Eisbahn geöffnet.

Noch bis Sonntagabend ist die Eisbahn geöffnet.

STA

Noch bis Sonntagabend ist die Eisbahn geöffnet.

Düsseldorf. Ein trauriger Abschied sieht anders aus. Ein bestens gelaunter Eisbahn-Chef freut sich über die Spitzen-Saison. „Das war unser bestes Jahr“, ist Titus Jacobs begeistert. In diesem Jahr wurde die Eisbahn, die von der WZ als Medienpartner begleitet wird, erstmals quer vor das Schauspielhaus gestellt: „Nachts ist das Gebäude blau angestrahlt. Das sieht dann aus wie eine Alpen-Kulisse, spätestens nach dem dritten Glühwein.“ Positiv sei der neue Standort auch, weil die Eisbahn besser vom Wind geschützt sei.

Frischen Wind im positiven Sinne gab es durch die Neuvermietung des Dreischeiben-Hauses, wo inzwischen rund 750 Mitarbeiter beschäftigt sind. Eine Makler-Firma möchte sogar Altweiber gerne in dem alpenländisch-rustikalen „Hüttenzauber“ feiern. Das geht nicht, aber der Eisbahn-Chef überlegt, ein Zelt aufzustellen.

Eisstock-Schießen entwickelt sich immer mehr zum Trendsport

Rund 25 000 Eisläufer tummelten sich in den vergangenen Wochen am Schauspielhaus. Immer beliebter werde – so Jacobs – das Eisstockschießen: „Wir hatten regelmäßig zwei oder drei Veranstaltungen am Tag. Das entwickelt sich immer mehr zum Trendsport. Nicht nur Firmen, auch Privatleute kommen inzwischen zu uns.“

Weiterentwickelt hat sich auch der Event-Bereich. Erstmals wurde im „Hüttenzauber“ Silvester gefeiert, mit Stargast Anna-Maria Zimmermann. Außerdem stellen sich an vielen Wochenenden Ski-Regionen vor, bringen Band und DJs mit: „Die Region Kaiserwinkel war in diesem Jahr zum fünften Mal da.“

Erfolgreich ist auch die Zusammenarbeit mit der DEG. Jede Woche waren zwei Eishockey-Cracks mit einem Jugend-Torwart da, um Eintrittskarten für die Spiele unters Volk zu bringen. Nikolaus und Weihnachten hat die DEG auf der Eisbahn gefeiert.

Ein bisschen Sorgen macht sich Jacobs allerdings um die nähere Zukunft. Denn wenn die Tiefgarage am Schauspielhaus abgerissen wird, muss die Eisbahn für mindestens ein Jahr an einen anderen Standort ausweichen: „Leider konnte mir noch niemand sagen, wann die Arbeiten tatsächlich beginnen.“ Der Abschied am Sonntag wird noch einmal zünftig gefeiert. Dazu hat sich die KG Regenbogen mit 70 Aktiven angesagt. Freitag durften noch einmal 20 Kinder der Düsseldorfer „Arche“ ihre Runden auf dem Eis drehen. Möglich gemacht hatten das Hausbrauerei „Zum Schlüssel“ und Winterwelt Düsseldorf.

© WhatsBroadcast

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