Mieterin hatte Risse in der Wand gemeldet. Doch bald gab es Entwarnung.

einsatz
Neben dem betroffenen Haus war vor kurzem ein Gebäude abgerissen worden.

Neben dem betroffenen Haus war vor kurzem ein Gebäude abgerissen worden.

Patrick Schüller

Neben dem betroffenen Haus war vor kurzem ein Gebäude abgerissen worden.

Düsseldorf. Niemand wird gern nachts geweckt, um zu hören, er habe fünf Minuten Zeit, seine Wohnung zu verlassen – das geschah aber Abbas Bachrouche mit seiner Frau und den beiden Kindern in der Nacht zu gestern. Es gab Hinweise darauf, das Haus in der Weißenburgstraße in Derendorf drohe einzustürzen.

Es war gegen Mitternacht, als sich die Bewohnerin des Erdgeschosses aufgeregt bei der Feuerwehr gemeldet hatte. Sie habe einen großen Riss in der Küchenwand. Der Grund war ihr auch klar: Das Nachbarhaus war vor kurzem abgerissen worden, dort klafft nun eine Baulücke.

Die Feuerwehr löste Großalarm aus, rückte mit mehr als 50 Rettungskräften aus. Kurz darauf hatten sie zwölf Bewohner aus ihren Wohnungen geholt und begutachteten den Riss. Eine Baustatikerin der Stadt war ebenfalls auf dem Weg zur Weißenburgstraße.

Noch in der Nacht konnten die Mieter wieder ins Haus zurück

Doch schnell stellte sich heraus: Einsturzgefahr bestand nicht, die Feuerwehr sprach gestern von einem normalen „Setzriss“. Zur Sicherheit – und vielleicht auch zur Beruhigung der Bewohner – wurde eine provisorische Stütze angebracht. Die Bewohner waren wegen der Kälte in einem Großtransporter der Feuerwehr untergebracht. Gegen 2 Uhr früh konnten sie wieder in ihre Wohnungen. Die Statikerin der Stadt war gestern noch einmal vor Ort, die Einschätzung: Der Riss ist oberflächlich und nicht im Mauerwerk.

Einsätze dieser Art sind laut Feuerwehr sehr selten. Baustatiker waren allerdings nicht zum ersten Mal an dem Haus. Die Balkone wurden auch schon begutachtet und dürfen seitdem nicht mehr betreten werden.

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