Benefiz: Mit den Erlösen aus dem „Festival of Friendship“ finanziert die Aids-Hilfe drei Projekte.

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Als kunterbunte Drag Queen zog der Schauspieler Abajur mit seinem Auftritt die Blicke etlicher Besucher auf sich.

Als kunterbunte Drag Queen zog der Schauspieler Abajur mit seinem Auftritt die Blicke etlicher Besucher auf sich.

Bernd Schaller

Als kunterbunte Drag Queen zog der Schauspieler Abajur mit seinem Auftritt die Blicke etlicher Besucher auf sich.

Düsseldorf. Akzeptanz, Solidarität und Prävention: Die Ziele des siebten "Festival of Friendship", das am Sonntag zahlreiche Besucher auf den Burgplatz lockte, waren klar gesteckt. "Wir wollen den Menschen unsere Thematik ins Bewusstsein rufen", sagte Peter von der Forst, Geschäftsführer der Aids-Hilfe. Zugunsten von Menschen mit HIV oder Aids standen 30 Künstler ehrenamtlich auf der Bühne, Düsseldorfer Frisöre verpassten den Besuchern Haarschnitte für 15 Euro, um so viel Geld wie möglich für verschiedene Projekte der Aids-Hilfe zu sammeln.

Eine vernünftiger Grund, fand auch Angelika Ferrau und trat bereitwillig auf das Podest, um sich vor Publikum frisieren zu lassen. "Woanders hätte ich das vermutlich nicht gemacht, aber es ist ja für den guten Zweck", sagte die Düsseldorferin. Ihr Mut zahlte sich aus, der Kurzhaarschnitt gefiel. Nur ihren Platz in der ersten Reihe hätte sie gerne getauscht.

Die Landeshauptstadt ist besonders stark von Aids und HIV betroffen

Der Schlange vor der Bühne nach zu urteilen, erwies sich das mobile Haarstudio schon am Nachmittag als wahrer Renner, was Peter von der Forst zuversichtlich stimmte. "Wir wollen es mindestens auf 16 400 Euro bringen, um die Projekte finanzieren zu können. Aber wenn es mehr wird, ist das natürlich auch in Ordnung."

Die Aids-Hilfe plant eine Rentenberatungsstelle, ein regelmäßiges Frühstück und einen Hilfsfonds für HIV-Infizierte und an Aids Erkrankte. Denn die Landeshauptstadt steht ganz oben in der Negativ-Hitliste der Städte, in denen Aids am meisten verbreitet ist. "Es gibt in Düsseldorf mehr als 2000 Menschen mit HIV und 60 bis 70 Neu-Diagnosen pro Jahr", berichtet von der Forst. Auf dem Festival sei es zwar eher selten der Fall, dass sich Besucher an den Info-Ständen darüber informierten. Dafür merke er aber, dass die Problematik bei vielen Passanten Gegenstand der Gespräche sei. "Und wenn wir das erreichen, haben wir schon sehr viel geschafft."

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