Die Volkshochschule gibt Tipps für Hobby-Gärtner, die Kleingärten der Stadt bieten den Platz zur Umsetzung.

VHS–Dozentin Gisela Redemann pflanzt erste Blumen in die Töpfe des Bio-Gartens.
VHS–Dozentin Gisela Redemann pflanzt erste Blumen in die Töpfe des Bio-Gartens.

VHS–Dozentin Gisela Redemann pflanzt erste Blumen in die Töpfe des Bio-Gartens.

Judith Michaelis

VHS–Dozentin Gisela Redemann pflanzt erste Blumen in die Töpfe des Bio-Gartens.

Düsseldorf. Gerade in der Stadt sehnen sich die Menschen oft nach der Natur. Sicherlich bietet Düsseldorf mit seinen zahlreichen Parks und Grünanlagen jede Menge grüne Oasen, um dem Asphalt der Großstadt zu entfliehen. Aber vielen reicht es nicht, die Natur nur zu betrachten, sie wollen sie auch gestalten, wollen selber säen, pflanzen und ernten.

Wer keinen eigenen Garten hat, in dem er sich austoben kann, der findet sein Glück womöglich im Schrebergarten. Davon gibt es in Düsseldorf viele. "Wir haben 72 Kleingartenanlagen mit rund 6.500 Parzellen in der Stadt", sagt Silke Wiebrock vom Gartenamt. Um sich einen der kleinen Gärten zuzulegen, schreibt man sich in einem der gut 100 Kleingartenvereine ein.

"Normalerweise muss man nicht lange auf einen freien Platz warten", sagt Wiebrock. Gerade in der neuen Anlage am Südfriedhof seien noch Parzellen frei. Wer allerdings auf eine besonders beliebte Schrebergartensiedlung ein Auge geworfen hat, braucht Geduld. Wer einmal Kleingärtner ist, gibt sein kleines Reich meist erst im Alter oder bei einem Umzug wieder auf.

Mit dem Besitz ist es aber nicht getan. Das nötige Know-How für die Gartengestaltung und den Obst- und Gemüseanbau bekommt man beispielsweise bei der Volkshochschule. Schon seit 1983 zeigen Dozenten im VHS Biogarten im Südpark, wie man umweltschonend gärtnert und den unterschiedlichen Ansprüchen verscheidener Pflanzen gerecht wird.

In einem Garten gibt es das ganze Jahr über etwas zu tun

Auch in diesem Jahr lohnt es sich noch, in die Gartenarbeit einzusteigen. "Wir beginnen erst Mitte Mai damit, frostempfindliche Sommerblumen und Stauden zu pflanzen", sagt Redemann.

Die VHS informiert am Sonntag von 11 bis 16 Uhr auf ihrem 3.500 Quadratmeter großen Gelände im Südpark (Nähe Haus Kolvenbach) über naturgemäßes und umweltschonendes Gärtnern. Unter dem Motto "Garten - Kunst zwischen Akelei und Zwiebel" stellen zudem Kunsthandwerker ihre Objekte für den Garten aus. Für Kinder gibt es "Aktionen zum sehen, fühlen und riechen".

Auch in diesem Jahr öffnen wieder einige Düsseldorfer ihre liebevoll gepflegten Privatgärten für die Öffentlichkeit. Am Sonntag lädt Familie Eichhorn an der Luckemeyerstraße 64 von 15 bis 18 Uhr in ihren Reihenhausgarten mit drei Gartenteichen und Relikten zum Thema Eisenbahn. An der Ickerswarder Straße 137 kann man, ebenfalls am Sonntag, das 460 Quadratmeter große Gelände von Bettina Kruck bewundern. Von 11 bis 18 Uhr zeigt sie dort ihre Zierkirschen, Rosen und Blütensträucher.

Auch im Juni und Juli, jeweils am zweiten Wochenende des Monats, gewähren Hobbygärtner Einblick in ihre grünen Oasen. Informationen auf

Bis November bietet die VHS meist eintägige Workshops zu Themen wie Kräuterkonservierung und Kompostieren, Pilzanbau und Bodenbeurteilung. "Zum Sommer hin zeigen wir beispielsweise, wie man richtig mit einer Sense mäht und Obstbäume schneidet", sagt Redemann. Im Herbst werden dann die Pflanzen im Biogarten winterfest gemacht und selbst in den Wintermonaten steht das VHS-Gelände den Hobbygärtnern zum üben offen.

Dienstags und samstags trifft sich ganzjährig der Arbeitskreis VHS-Biogarten zum praktischen Arbeiten und Lernen. Die Teilnahme ist gebührenfrei, der Einstieg immer zum Frühling und Herbst möglich. "Gärtnern ist nicht nur etwas für das Frühjahr", sagt Redemann. "Es gibt einfach immer etwas zu tun."

Auch Kinder und Schulklassen können von März bis November in spielerischen Workshops für sechs bis sieben Euro die verschiedenen Pflanzen und Naturmaterialien in einem Garten kennenlernen. Am Wochenende stellt sich der VHS Biogarten bei einem Tag der offenen Tür vor.

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