Das gab es noch nie: Düsseldorf genießt den „Rutsch“ im Riesenrad über den Dächer der Altstadt.

Mit Wunderkerzen statt mit Böllern und Raketen feiert die kleine Dani am Schlossturm den Beginn des neuen Jahres.  Fotos : Judith Michaelis
Mit Wunderkerzen statt mit Böllern und Raketen feiert die kleine Dani am Schlossturm den Beginn des neuen Jahres. Fotos : Judith Michaelis

Mit Wunderkerzen statt mit Böllern und Raketen feiert die kleine Dani am Schlossturm den Beginn des neuen Jahres. Fotos : Judith Michaelis

Trotz Höhenangst Vorfreude beim Sektempfang am Riesenrad (v.l.): Ingolf Habermann und Marina Nagel, Katrin Sonnenschein und Franko Habermann sowie Elke Schmitz und Ines Habermann.

Judith Michaelis, Bild 1 von 2

Mit Wunderkerzen statt mit Böllern und Raketen feiert die kleine Dani am Schlossturm den Beginn des neuen Jahres. Fotos : Judith Michaelis

Düsseldorf. „So schön war Silvester noch nie! Ich hatte Gänsehaut bis hinauf zur Kopfhaut, als wir mitten im Feuerwerk waren.“ Um das Silvesterfest ihres Lebens zu feiern, ist Ines Habermann extra aus Suhl angereist.

Ihre Düsseldorfer Freunde haben ihr bis zuletzt nicht verraten, dass sie dafür Riesenrad fahren muss – sonst wäre sie wohl auch kaum mitgekommen: „Mein Mann hat Höhenangst und ich fahre sonst noch nicht einmal Kinderkarussell“, sagt die Frau aus Thüringen.

Auf Augenhöhe mit dem Feuerwerk, durch die Rauchschwaden in 50 Metern Höhe. Während es auf dem Burgplatz hektisch wird, schwebt man in den Gondeln darüber entspannt ins neue Jahr. Und die Angst, als Zielscheibe für Böller und Raketen zu dienen, ist unbegründet. „Das ist nicht schlimmer, als wenn ein Böller vor ein Auto fällt“, beruhigt eine Mitarbeiterin kurz vor dem Start.

Zum Feuerwerksvergleich in fünfzig Metern Höhe

Stimmt, hier oben merkt man nicht mehr als ein leichtes Zischen und Vibrieren, wenn man doch mal „getroffen“ wird. Und sicherer als mitten auf dem Burgplatz ist es hoch über der Altstadt allemal.

Das Beste ist natürlich die 360 Grad Rundumsicht. Aus 55 Metern Höhe lassen sich gleichzeitig die Feuerwerke in Düsseldorf und den Nachbarstädten anschauen. Dabei wird deutlich: Neuss schickt wesentlich mehr Raketen in den Himmel als Duisburg.

Und Derendorf beweist beim stadtinternen Feuerwerksvergleich einen viel längeren Atem als Flingern. Vielleicht wird dort aber auch einfach mehr „geböllert“.

Vom „Rutsch“ im Riesenrad sind viele Gäste so begeistert, dass sie gleich für das nächste Jahr vorbestellen wollen. Ob das Riesenrad dann wieder aufgebaut wird, steht aber noch in den Sternen.

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