In der Bar im Andreas Quartier wurden Jecken nach dem Hoppeditz-Erwachen des Hauses verwiesen. Ist das okay - oder ein Frevel mitten in der Altstadt? Zwei Autoren, zwei Meinungen. Und Sie können abstimmen.

Karneval, Hoppediz erwache, 11.11.2017. Rathaus.
Am 11.11.2017 wurde die Karnevalsession in Düsseldorf eröffnet. In der Altstadt wurde gefeiert, außer im Andreas-Quartier. Dort mussten die Narren draußen bleiben.

Am 11.11.2017 wurde die Karnevalsession in Düsseldorf eröffnet. In der Altstadt wurde gefeiert, außer im Andreas-Quartier. Dort mussten die Narren draußen bleiben.

Michaelis, Judith (JM)

Am 11.11.2017 wurde die Karnevalsession in Düsseldorf eröffnet. In der Altstadt wurde gefeiert, außer im Andreas-Quartier. Dort mussten die Narren draußen bleiben.

Pro

Angeheiterte Narren passen nicht überall hin. Eine karnevalsfreie Zone ist absolut okay.

Von Dieter Sieckmeyer, dieter.sieckmeyer@wz.de

Bevor die Stunk-Sitzung Einzug hielt, war das Zakk jahrelang eine karnevalsfreie Zone und stolz darauf. Niemand regte sich darüber auf. Auch in Restaurants der gehobenen Klasse sind angeheiterte Kostümierte nicht gern gesehen. Letztendlich sollte es jedem Gastronomen selbst überlassen werden, ob er den rheinischen Frohnaturen die Türen öffnet oder lieber nicht. Auch in der Altstadt darf es Ruhezonen geben. Für viele mögen es die letzten Oasen sein, wenn die längste Theke in der Hand von grölenden Jecken ist. Karneval gehört in den Partykeller, nicht ins Wohnzimmer.

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Contra

Kein Kaffee für Karnevalisten in Uniform ist ein schlechter Scherz im Herzen der Altstadt.

Andreas Krüger, andreas.krueger@wz.de

Vor wenigen Wochen hat Uwe Schmitz getönt, wie wichtig es ihm ist, dass alle Düsseldorfer den Weg in das Andreas Quartier finden. Man kann ja verstehen, wenn betrunkenen und krakelenden Karnevalisten der Einlass verwehrt wird. Aber wenn man sich im Herzen der Altstadt niederlässt, dann kann man das Brauchtum nicht per se aussperren. Das sollte man vor allem bedenken, wenn man betont, dass man das Wohnzimmer dieser Stadt sein möchte. In einem Wohnzimmer fühlt man sich wohl und es strahlt Wärme aus – und es sollte allen offen stehen. Wir wollen an dieser Stelle nicht spekulieren, ob so ein Vorfall in Köln denkbar wäre.

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