Gastronomen wappnen sich für steigenden Pegel. Die boot-Vorbereitungen laufen normal.

Gastronomen wappnen sich für steigenden Pegel. Die
Die Kasematten-Gastronomen bauten gestern schon das Mobiliar ihrer Terrassen ab.

Die Kasematten-Gastronomen bauten gestern schon das Mobiliar ihrer Terrassen ab.

Die Rheinwiesen stehen unter Wasser. Noch ist die Lage entspannt, doch die Pegel sollen bis zum Wochenende weiter steigen.

Wolfgang Harste, Bild 1 von 2

Die Kasematten-Gastronomen bauten gestern schon das Mobiliar ihrer Terrassen ab.

Düsseldorf. Er rückt näher, der Rhein. Dass der große Strom mitten durch die Stadt führt, das kennen und schätzen die Düsseldorfer ja. Aber so eng beieinander wie in diesen Tagen sind das Wasser und die Menschen normalerweise nicht. 6,46 Meter betrug der Pegel am Donnerstagmittag, 37 Zentimeter höher als noch am Vortag.

An den Kasematten bereiteten sich die Gastronomen am Donnerstag auf einen noch höheren Wasserstand vor und brachten Möbel in Sicherheit. Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes rechnet heute mit Pegelständen von bis zu 7,15 Meter, Schiffe dürfen dann nur noch in der Strommitte fahren. Am Samstag könnten 7,70 Meter erreicht werden. Die Kasematten werden ab acht Metern überschwemmt.

Für Lea Reichert gab es Donnerstag noch keinen Grund, nervös zu werden. „Das kennen wir“, sagte die junge Frau, die mit ihren Hunden Frida und Maika an den Rheinwiesen eine Runde drehte. Die beiden Vierbeiner fanden das Wasser spannend und wären wohl am liebsten direkt hineingehüpft. „Bei gutem Wetter wäre das ein Riesenspaß für die zwei“, war auch ihre Besitzerin überzeugt. So aber musste sich das Trio damit begnügen, über den Weg Am Pappelwäldchen zu laufen statt über die Wiese.

Die ersten Schiffe wurden problemlos verladen

Dass sie dort mit ihrem Hund nicht entlanggehen konnte, nervte auch Jutta Pellmann. Ansonsten sieht sie den Wasserstand ebenfalls noch gelassen. Dass aber an der Messe die Vorbereitungen für die boot trotz Hochwasser in vollem Gange waren, das verwunderte Jutta Pellmann ein wenig.

„Die ersten Schiffe sind angekommen und verladen worden“, berichtete Cathrin Imkampe aus dem boot-Presseteam. Sowohl beim Sturm am Mittwoch als auch am Donnerstag habe es keine Probleme gegeben. Solange der Pegel nicht noch dramatisch ansteigt, erwartet ihre Kollegin Tania Vellen auch für die kommenden Tage keine Beeinträchtigungen. „Wir arbeiten mit einer speziell für hohe Wasserstände gedachten Rampe und einem Schiffslift.“

Die Minigolf-Anlage und auch die Kleingärten an den Rheinwiesen lagen Donnerstagmittag noch im Trocknen, das Strandbad Lörick war ebenfalls noch nicht überschwemmt.

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