Altenheime, Krankenhäuser und heiße Arbeitsplätze: So stellen sich die Menschen darauf ein.

Im Haus Katharina Labouré bekommen die Bewohner bei der Hitze Wassermelonen.
Im Haus Katharina Labouré bekommen die Bewohner bei der Hitze Wassermelonen.

Im Haus Katharina Labouré bekommen die Bewohner bei der Hitze Wassermelonen.

Bis zu 48 Grad heiß wird es in der Suppenküche Dauser.

Sergej Lepke, Bild 1 von 2

Im Haus Katharina Labouré bekommen die Bewohner bei der Hitze Wassermelonen.

Düsseldorf. 30 Grad und es wird noch heißer: Laut Deutschem Wetterdienst steigen die Temperaturen bis Sonntag auf bis zu 34 Grad bei rund 58 Prozent Luftfeuchtigkeit. Auch das Gewitterrisiko ist sehr hoch und beschert Düsseldorf schwül-heißes Wetter.

Besonders Kinder und ältere Leute leiden unter dem feuchtwarmen Klima. In Altenheimen, Krankenhäusern und an heißen Arbeitsplätzen ist daher in diesen Tagen Vorsicht geboten. Die WZ hat sich umgehört.

Georg-Glock-Haus Christian Winter (46) leitet das Georg-Glock-Haus, eine vollstationäre Pflegeeinrichtung der Vita gGmbH, der Senioren- und Behindertenhilfe des Awo-Kreisverbandes Düsseldorf. In dem Haus werden 46 Bewohner aller Pflegestufen versorgt, zwei Drittel von ihnen sind demenzkrank.

Er sagt: „Die länger anhaltende Hitze macht unseren Bewohnern zu schaffen. Wir stellen uns darauf ein, indem wir möglichst leichte Kost zum Essen anbieten. Ganz wichtig ist auch, dass die alten Menschen bei diesem Wetter viel trinken. Dafür stellen wir Eistees, Fruchtsäfte und Wasser zur Verfügung.“

Zudem empfehle sein Team leichte Kleidung. Gymnastikangebote würden in diesen Tagen auch mal ausfallen, weil das bei der Hitze zu anstrengend sei. „Für die Räume, in denen es besonders warm wird, haben wir Ventilatoren angeschafft. Viele Rollos bleiben als Sonnenschutz auch tagsüber heruntergelassen.“

Haus Katharina Labouré Auch im Seniorenheim Haus Katharina Labouré des Verbunds Katholischer Kliniken ist man auf die Hitze vorbereitet.

Wie im Georg-Glock-Haus werden auch hier die Speisepläne an den Sommer angepasst: Mal ein Wassereis, mal einen Gurkenquark für zwischendurch, die Flüssigkeitsaufnahme soll den Bewohnern so leicht wie möglich gemacht werden. Ein kleines Highlight für die 175 Heimbewohner: Der Ahoi-Brause Tag. „Da kann man sich an alte Zeiten erinnern“, sagt Dagmar Lagac und schmunzelt.

Man wolle individuell auf die Bewohner des Hauses eingehen, erzählt Dagmar Lagac. Dies bedeutet im Haus Katharina Labouré auch, dass den Senioren persönliche Wünsche erfüllt werden. Wer ein Vita-Malz trinken möchte, der bekommt es, für andere ist es auf Wunsch auch mal ein Milchkaffee oder eine Buttermilch.

Und jedes Getränk wird akribisch festgehalten, in sogenannten Trinkprotokollen. Damit soll sichergestellt werden, dass die Bewohner auch wirklich genug trinken.

Suppenküche Dauser Einer der heißesten Arbeitsplätze der Stadt ist in der Suppenküche Dauser am Carlsplatz. Schwitzen ist programmiert: Bis zu 48 Grad wird es hinter der Theke heiß.

Doch wo andere bereits die Suppenkelle werfen, lassen sich Birgit Brinner, Marie Cornelihsen und Gerda Schmeling, die Küchenfeen der Dauser-Suppenküche am Carlsplatz, nicht aus der Ruhe bringen: „Optimismus und immer ein Späßhen auf den Lippen“, verrät Schmeling ihren Geheimtipp gegen Hitze und schöpft in großen Kellen Erbsensuppe aus. Die sei ein Dauerbrenner, der sich in den Sommermonaten genauso gut verkaufe wie das eiskalte Gazpacho.

Ein Gutes hat die Hitze für die drei Suppenfeen allerdings auch: In den heißen Sommermonaten können sie statt um 18 meistens schon um 17 Uhr nach Hause gehen: hitzefrei in der Suppenküche.

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