Die Agentur für Arbeit ist mit der Entwicklung zufrieden: Noch nie gab es so viele Beschäftigte.

Das Handwerk bietet Aufstiegsmöglichkeiten – und qualifizierte Bewerber werden immer gesucht.
Das Handwerk bietet Aufstiegsmöglichkeiten – und qualifizierte Bewerber werden immer gesucht.

Das Handwerk bietet Aufstiegsmöglichkeiten – und qualifizierte Bewerber werden immer gesucht.

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Das Handwerk bietet Aufstiegsmöglichkeiten – und qualifizierte Bewerber werden immer gesucht.

Düsseldorf. Krise? Das war einmal, zumindest auf dem Düsseldorfer Arbeitsmarkt. Die Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit in der Landeshauptstadt, Petra Neu, konnte am Dienstag entspannt die Bilanz für 2011 ziehen: „Die Arbeitslosigkeit ist kräftig gesunken. Mit 36 287 Personen ohne Job im November 2011 lag die Arbeitslosenquote im Bezirk so niedrig wie seit 20 Jahren nicht mehr.“ Im November 2010 waren es noch 2900 Arbeitslose mehr. Allein im Stadtgebiet Düsseldorf sank die Quote innerhalb eines Jahres von 9,2 auf 8,4 Prozent und die Zahl der Arbeitslosen auf 25 480. 2426 Frauen und Männer wechselten aus der Arbeitslosigkeit in die Berufstätigkeit.

Wie viel Bewegung auf dem Job-Markt ist, zeigt auch eine andere Zahl: Es gab noch nie so viele sozialversicherungspflichtig Beschäftigte wie 2011. „Wir hatten im März mit 489 000 Menschen im Agentur-Bezirk einen neuen Höchststand“, sagte Petra Neu. Es lägen zwar noch keine Zahlen fürs ganze Jahr vor, aber: „Man kann von einer Fortsetzung dieser Entwicklung ausgehen.“

75 Prozent der neu besetzten Stellen werden unbefristet angeboten

Von den 365 000 Arbeitsplätzen in Düsseldorf, die sozialversicherungspflichtig sind, entfällt übrigens die Hälfte auf Pendler, die nicht in der Stadt wohnen.

Insgesamt wurden knapp 33 000 offene Stellen im Jahr 2011 gemeldet (plus acht Prozent). Erfreulich: Inzwischen sind drei Viertel dieser Stellen unbefristet (vorher 69 Prozent). „Die Arbeitgeber haben ihr Verhalten geändert“, sagte Neu. Denn mittlerweile hätten es einige Branchen schwer, ihren Bedarf an Arbeitskräften zu decken. Da bindet man Neue lieber längerfristig an sich. Besonders im Handwerk und in medizinischen Gesundheitsberufen werden dringend qualifizierte Mitarbeiter gesucht. Natürlich schlägt da auch die demografische Entwicklung (also die Überalterung der Gesellschaft) durch: Laut einer Studie müsste im Jahr 2025 jeder vierte Auszubildende im Gesundheitsbereich arbeiten, um den Bedarf zu decken.

Die Gründe für die positive Situation in Düsseldorf sind bekannt. Petra Neu: „Wir haben eben den guten Branchenmix. Handel, Industrie und Chemie-Unternehmen suchen Fachkräfte, es gibt Zuzüge von Firmen, die weiteres Personal benötigen.“ Auch in diesem Jahr rechnet die Agentur-Geschäftsführerin mit weiter sinkender Arbeitslosigkeit, falls der Arbeitsmarkt so robust bleibt und keine Finanzkrise dazwischenkommt.

Für Betriebe hat Petra Neu einen Tipp: „Sie sollten Mitarbeiter wie Rohdiamanten behandeln, die mit etwas Schliff wertvolle Fachkräfte werden können.“

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