Angeklagter nennt die Strafanzeige eine Retourkutsche.

Statue der Justitia
Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David Ebener/Archiv

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David Ebener/Archiv

dpa

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David Ebener/Archiv

Düsseldorf. Wegen seines erheblichen Cannabis-Konsums war ein 45-Jähriger in einer geschlossenen Drogenklinik untergebracht. Dort hatte der Industriemechaniker es sogar bis zu „Sheriff“ gebracht, der darauf achten sollte, dass andere Patienten in der Einrichtung keine Drogen nehmen. Im April vergangenen Jahres soll er eine Frau zweimal belästigt haben. Wegen sexueller Beleidigung musste er sich am Dienstag vor dem Amtsgericht verantworten.

Zweimal soll der Angeklagte sich der Patientin sexuell genähert haben. Einmal fasste er sie angeblich an Brüste und Po, bevor er die Frau küsste. Am Tag danach soll er sie erneut gegen ihren Willen zu einem Kuss gezwungen haben. Die Drogensüchtige erstattete Strafanzeige.

Wie der Industriemechaniker erklärte, habe es sich um eine Retourkutsche gehandelt. Er habe die Frau zwei Wochen vorher erwischt, als sie gemeinsam mit einem anderen Patienten heimlich Heroin konsumierte – und das der Leitung der Einrichtung auch gemeldet.

Das mutmaßliche Opfer war nicht zur Verhandlung erschienen. Möglicherweise hätte das Gericht das Verfahren eingestellt. Doch der 45-Jährige hat eine erhebliche Vorstrafenliste. Unter anderem wurde er wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern zu einer Haftstrafe von sechs Jahren verurteilt. Darum soll die Zeugin doch noch ausfindig gemacht werden. si

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