Die Stimmung ist gut, Hersteller und Messe-Macher sind zufrieden. Aber der Igedo-Chef warnt: Nicht ausruhen!

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Auch in den Showrooms der Halle 30 – wie hier bei der ROFA Fashion Group – wurde am Wochenende fleißig geordert.

Auch in den Showrooms der Halle 30 – wie hier bei der ROFA Fashion Group – wurde am Wochenende fleißig geordert.

An den Ständen der „Gallery“ an der Cecilienallee war am Sonntag jede Menge los – die Aussteller sind zufrieden.

Young David (DY), Bild 1 von 2

Auch in den Showrooms der Halle 30 – wie hier bei der ROFA Fashion Group – wurde am Wochenende fleißig geordert.

Düsseldorf. Ein solches Bild hat sich in Düsseldorf am Mode-Wochenende schon lange nicht mehr geboten: Lange Schlangen von Taxis schieben sich langsam über die Kaiserswerther Straße und vorbei an schwarzen Shuttles, aus denen gutangezogene Menschen steigen, um in den Showrooms der Modemeile zu verschwinden.

Das Viertel zwischen Supreme-Messe am Bennigsen-Platz und Gallery-Messe an der Cecilienallee ist in Bewegung. Die Stimmung: gut.

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Auch in den Showrooms der Halle 30 – wie hier bei der ROFA Fashion Group – wurde am Wochenende fleißig geordert.

Auch in den Showrooms der Halle 30 – wie hier bei der ROFA Fashion Group – wurde am Wochenende fleißig geordert.

An den Ständen der „Gallery“ an der Cecilienallee war am Sonntag jede Menge los – die Aussteller sind zufrieden.

David Young, Bild 1 von 2

An den Ständen der „Gallery“ an der Cecilienallee war am Sonntag jede Menge los – die Aussteller sind zufrieden.

„Wir haben wirklich jeden Quadratmeter verkauft“, sagt Aline Schade, Planerin der Supreme. Die Gänge sind schmaler als sonst, die Maserati-Lounge winzig – jedes bisschen Platz für die Mode wurde ausgeschöpft. Und: Schade hat bereits Anmeldungen für die Messe im Sommer von Firmen, die jetzt keinen Stand mehr bekommen haben.

„Das hatten wir noch nie. Das ging sonst immer erst im April los.“ Sie sei bereits im Gespräch mit Vermietern in der unmittelbaren Nachbarschaft, um für den Sommer zusätzliche Flächen zu beschaffen.

Aussteller auf der Supreme freuen sich über Neukunden

Tatsächlich beugen sich am Sonntagmittag an fast jedem Stand der Supreme Menschen über Formulare, befühlen Stoffmuster. „Es hat toll angefangen“, sagt Nicolas Schönrock, der mit Tonet eine Kollektion aus Venedig zeigt – zum ersten Mal in Düsseldorf. Und schon habe er drei Neukunden gewonnen.

Neben den über 800 Showrooms locken derzeit verschiedene Messen: Die Gallery endet am Montag, die Supreme am Dienstag, die Premium Order im Hafen ebenfalls am Montag.

Zum ersten Mal zeigt die Igedo im Hilton unter dem Titel „Red Carpet“ 22 Hersteller mit Abendmode. Laut Monica Gonzalez von Cabotine und Christian Meyer von der Marke John Charles hält sich der Zulauf dort noch in Grenzen – doch die Bereitschaft, im Sommer wiederzukommen und der kleinen Extra-Messe Zeit zur Entwicklung zu geben, ist vorhanden.

„Wir haben die ganze Zeit durchgeschrieben“, sagt auch Christian Holst vom Label Henry Christ – bekannt aus der TV-Show „Fashion Hero“. Die Stimmung im Handel sei gut, die Saison werde besser als die vergangenen – entsprechend viel sei los in Düsseldorf. „Das ist unsere wichtigste Messe“, so Holst. „In Berlin wird nur viel geguckt . . .“

„Die schlimmsten Zeiten liegen hinter uns“

„Die schlimmsten Zeiten liegen hinter uns. Wir haben ein gutes Wochenende“, sagt auch ein gut gelaunter Igedo-Chef Philipp Kronen am Sonntag im Café der „Botschaft“ an der Cecilienallee, wo die „Gallery Düsseldorf“ seit Freitag läuft. Und seine Aussteller bestätigen das: „Wir sind zufrieden“, sagt Susanne Gispert von Grevi, einem Hut-Label aus Florenz. Sie habe bereits kräftig verkauft, auch an Neukunden – Düsseldorf sei für die Marke die einzige Messe in Deutschland.

Ausstellerin Susanne Bollmann, die Düsseldorf als Stadt der Modemesse seit über 25 Jahren kennt, ist ohnehin wie Christian Holst sicher: „Berlin ist nur die Guckmesse, Düsseldorf die Ordermesse.“

Und selbst Florian Krinès von der Berliner Firma Krinès war mit der neuen Panorama-Messe in Berlin zwar zufrieden, aber: „Die niederländischen, russischen und englischen Kunden kommen eher hierher. Düsseldorf ist für uns noch wichtiger als Berlin.“

Philipp Kronen warnt allerdings davor, sich angesichts des positiven Feedbacks nun gemütlich zurückzulehnen. „Düsseldorf muss gucken, dass es über das Ordergeschäft hinaus präsent ist. Einen gewissen Glamour braucht es einfach.“ Die neuen Modenschauen im Boui Boui Bilk seinen „fantastisch“ gewesen und ein guter erster Schritt.

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